Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -2 ° wolkig

Navigation:
Google+
Vortrag in der Gedenkstätte Münchner Platz über Inoffizielle Mitarbeiter in DDR-Gefängnissen

Spitzeln für ein Päckchen Tee Vortrag in der Gedenkstätte Münchner Platz über Inoffizielle Mitarbeiter in DDR-Gefängnissen

Häftling in DDR-Haftanstalten war im Jahr 1989 als Inoffizieller Mitarbeiter (IM) der Staatssicherheit verpflichtet. "Manche wurden mit einem Päckchen Tee bezahlt", erklärt Tobias Wunschik aus der Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen in Berlin.

Voriger Artikel
Neue Hörsäle für das Heer
Nächster Artikel
Übler Trick: 4000 Euro teure Uhr gegen 800 Euro getauscht

Bewusst schürte die Stasi in den Gefängnissen der DDR mit dem Einsatz von Spitzeln Misstrauen zwischen den Häftlingen und gegenüber Aufsehern.

Quelle: Matthias Hiekel, dpa

Dresden. Jeder 20. Häftling in DDR-Haftanstalten war im Jahr 1989 als Inoffizieller Mitarbeiter (IM) der Staatssicherheit verpflichtet. "Manche wurden mit einem Päckchen Tee bezahlt", erklärt Tobias Wunschik aus der Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen in Berlin. Morgen spricht er in der Gedenkstätte Münchner Platz in Dresden über die teilweise perfiden Methoden der Stasi im Umgang mit Häftlingen. Besondere Umstände galten sowohl für die Anwerbung von Inoffiziellen Mitarbeitern (IM) unter den Gefangenen als auch für die Auswirkungen ihrer Berichte. Je nach Inhalt konnten diese zur Verlängerung der Haft oder sogar zur erneuten Verurteilung von Mithäftlingen führen.

Spitzel, die aus eigenem Antrieb spionierten, wurden von den Betroffenen als "Zinker" bezeichnet. Wer dagegen mit einem Spitzelauftrag versehen von einer Zelle in die nächste verlegt wurde, hieß im Häftlingsjargon "Zellenrutscher". "Wer aufflog, musste teilweise um sein Leben bangen", schildert Wunschik die damalige Situation. Teilweise seien die Gefangenen für die Spitzeltätigkeit mit der Aussicht auf Verkürzung ihre Strafe geködert worden. Ob es diesen Strafrabatt dann tatsächlich gab, ist eine ganz andere Fragen, denn eigentlich war das nach den Dienstvorschriften verboten. Teilweise denunzierte die Stasi sogar politische Häftlinge als Spitzel, um sie für die Zeit nach ihrer Ausreise in die BRD in der Szene zu verbrennen. Besonders begehrt als Spitzel waren die Aufseher, weil sie beide Seiten im Auge haben konnten.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
Anzeige
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.