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Vorsitzender der Volkssolidarität Dresden wirft hin

Nach Meinungsverschiedenheiten mit einem Geschäftsführer Vorsitzender der Volkssolidarität Dresden wirft hin

Er war erst ein Jahr im Amt: Klaus-Dieter Scholz, Vorsitzender des Vereins Volkssolidarität Dresden e.V., hat jetzt seinen Rücktritt erklärt und schwere Beschuldigungen gegen einen Geschäftsführer erhoben. Der Vereinsvorstand distanziert sich entschieden von seinem früheren Vorsitzenden.

Abschied im Zorn: Klaus-Dieter Scholz.

Quelle: DNN

Dresden. Beim Verein Volkssolidarität Dresden e.V. hängt der Haussegen schief: Der Vereinsvorsitzende Klaus-Dieter Scholz hat jetzt sein Amt niedergelegt. In einem mehrseitigen Schreiben, das den DNN vorliegt, begründet der frühere Oberbürgermeisterkandidat, Stadtverordnete und Stadtrat seinen Rücktritt: Es gebe unüberbrückbare Differenzen mit Clemens Burschyk, Geschäftsführer der Volkssolidarität gGmbH und Volkssolidarität Service GmbH.

Scholz wirft dem Geschäftsführer vor, wichtige Entscheidungen hinter dem Rücken des Vereinsvorstands getroffen zu haben und spricht ihm die Kompetenz ab, Verantwortung für über 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu tragen. Der Geschäftsführer habe auch den Vereinsvorstand gegen seine Person aufgehetzt, erklärt Scholz. Deshalb würden ihm Verbündete fehlen, um gegen die offenkundigen Fehlentwicklungen anzukämpfen. Scholz stand erst seit Juni 2015 an der Spitze des Vereins mit über 5000 Mitgliedern und hatte Sachsens Wissenschafts- und Kunstministerin Eva-Maria Stange (SPD) abgelöst.

„Wir haben den Rücktritt zur Kenntnis genommen“, erklärte Rainer Kempe, amtierender Vorsitzender, auf Anfrage der DNN. „Der Vorstand weist einstimmig und mit Nachdruck verfälschende Darstellungen von Herrn Scholz zurück. Wir stellen fest, dass wir sowohl den Verein als auch seine Tochterunternehmen als gesund und wirtschaftlich solide aufgestellt betrachten.“ Dies sei das Ergebnis der gemeinsamen Anstrengungen beider Geschäftsführer und der Mitarbeiter der Tochterunternehmen, betonte Kempe.

Bereits am 18. Juli hab es im Vorstand mit dem Vorsitzenden ein klärendes Gespräch über die Differenzen zwischen ihm und Burschyk gegeben. „Ausgehend von der Befürchtung, dass das Verhältnis bereits irreparabel beschädigt ist und damit das sachliche, konstruktive Verhältnis der Gremien im Verein und seinen Tochterunternehmen gefährdet, wurde Herrn Scholz nahegelegt, die Wahrnehmung seines Amtes zu überdenken“, fasste Kempe zusammen. Scholz habe mit seiner Rücktrittserklärung eine den Vorstand, die Geschäftsführung und letztlich den Verein und die Volkssolidarität als Ganzes schädigende Form gewählt.

Bis zur nächsten ordentlichen Delegiertenversammlung im Juni 2017 wird der frühere Stadtrat Kempe die Amtsgeschäfte des Vorsitzenden wahrnehmen. „Ich bin jetzt 73 Jahre alt und denke, es wäre besser, wenn dann eine jüngere Person den Vorsitz übernimmt“, erklärte der Rentner. Der Vorstand habe Kandidaten im Blick und führe bereits die ersten Gespräche. „Wir wollen den Vorstand erweitern, auch dazu laufen Gespräche“, so der Interimsvorsitzende. Schwerpunkt seiner Arbeit seien die Einheit von Mitgliederverband, ehrenamtlicher und hauptamtlicher Tätigkeit sowie die Stärkung des gemeinschaftlichen Wirkens aller Gremien einschließlich der beiden Geschäftsführer.

Burschyk befindet sich gegenwärtig im Urlaub und konnte deshalb keine Auskünfte geben.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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