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Vor Gericht: Straße blockiert und gezündelt

Bewährungsstrafe und 500 Euro für Randale an der Stauffenbergallee Vor Gericht: Straße blockiert und gezündelt

Es kling eigentlich fast banal, was Leopold M. vorgeworfen wird – aber bei dieser Aktion hätten einige Menschen böse verletzt werden können. Das die ganze Sache glimpflich ausging, ist nicht sein Verdienst, sondern aufmerksamen Mitbürgern zu verdanken.

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Quelle: dpa

Dresden.  Es kling eigentlich fast banal, was Leopold M. vorgeworfen wird – aber bei dieser Aktion hätten einige Menschen böse verletzt werden können. Das die ganze Sache glimpflich ausging, ist nicht sein Verdienst, sondern aufmerksamen Mitbürgern zu verdanken. Gestern stand der 26-Jährige vor dem Amtsrichter. Die Staatsanwaltschaft warf ihm vor, am 9. August 2014 Fahrräder, darunter sein eigenes, sowie ein Verkehrsschild auf die Fahrbahn der Stauffenbergallee geworfen zu haben. Der Schaden war eher gering, die Verkehrsgefährdung aber enorm. Gegenstände die nachts auf einer vierspurig ausgebauten Straße, kurz vor einer Tunneleinfahrt liegen, sind für Autofahrer nicht ungefährlich.

Ein Ehepaar war durch ein lautes Krachen um den Schlaf gebracht worden, hatte aus dem Fenster geschaut, ein Rad und das Umleitungsschild bemerkt und sah jemanden weglaufen. In Sorge es könnte sich um einen Unfall halten, informierten sie die Polizei. Als die Beamten anrückten, merkten sie schnell, dass das kein Unfall war, sondern Vandalismus. Ein Stück weiter lag ein weiteres Rad und Zubehör auf der Straße. Gemeinsam mit den Zeugen entfernten sie die Gegenstände. „Wir unterhielten uns und ich sah plötzlich, wie ein Mann am Funkstreifenwagen zu schaffen machte“, erzählte Uwe R., der die Polizei informiert hatte. Der Zündler rannte weg und verschwand in einem Hauseingang. Unter dem Polizeiauto lag eine entzündete Hose, die die Beamten wegzogen, bevor sich das Feuer ausbreite.

Im Laufe der Ermittlungen kam man Leopold M. auf die Spur. An der angezündeten Hose unter dem Auto wurde seine DNA entdeckt, seine Schwester wohnt in dem Haus, in das er geflüchtet war und er gab zu, dass das eine Fahrrad ihm gehörte.

An den Vorfall selbst kann sich der Angeklagte nicht erinnern. Sein Mandant habe einen absoluten Filmriss, erklärte sein Verteidiger. Leopold M. will in jener lauen Sommernacht gemeinsam mit zwei Kumpels durch die Neustadt gezogen sein und viel Schnaps und Bier getrunken haben. Nach Zeugenaussagen war dies aber zwei Tage vorher. Und, da waren sich alle Zeugen einig, der Täter machte keinen alkoholisierten Eindruck, sondern war sehr gut und vor allem schnell zu Fuß

Bleibt die Frage nach dem Motiv. Die ganze Aktion ist schon ziemlich blöd. Hatte es der 26-Jährige auf den Funkstreifenwagen abgesehen? Zumindest war er schon einmal verurteilt worden, weil er ein Polizeiauto demoliert hatte. Gestern kassierte er ein Jahr und zwei Monate, die zur Bewährung ausgesetzt wurden. Zudem muss er 500 Euro an die Staatskasse zahlen.

Von Monika Löffler

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