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Vor Gericht: Einmal quer durch das Strafgesetzbuch

Vor Gericht: Einmal quer durch das Strafgesetzbuch

ein Respekt vor fremdem Eigentum? Ich bin jetzt 45, ich mache das ja nicht jeden Tag!", verteidigte sich der Angeklagte Thomas G. gegen die Vorwürfe von Richterin Annegret Lissel am Amtsgericht.

Am 24. Diebstahl, Sachbeschädigung, Beleidigung, Erschleichen von Leistungen - Thomas G. hatte sich laut Anklage quer durch das Strafgesetzbuch gearbeitet. Der Arbeitslose gestand alle Anklagepunkte.

Am 24. Mai 2014 wurde Thomas G. beim Ladendiebstahl in einem Supermarkt und auch noch beim Schwarzfahren erwischt. Darauf hin war er nach eigenem Bekunden sehr frustriert. Als er die Wilsdruffer Straße an der Ampel am Altmarkt queren wollte, stand ihm staubedingt ein Jeep im Weg. Thomas trat solange auf die Karosserie ein, bis ein Sachschaden von 500 Euro entstand. Auch die herbeigerufene Polizei konnte den Mann nicht bändigen. Im Einsatzwagen trat er gegen Sitze, Armaturen und Seitenscheiben, letztere gingen auf beiden Seiten zu Bruch. Wochenlang war das Fahrzeug nicht einsatzfähig.

Zwei Monate später, am 26. Juli, stahl er erneut Lebensmittel in einem Supermarkt. Als er erwischt wurde bestand er auf einen Polizeieinsatz und suchte nach Zeugenaussagen die Öffentlichkeit. Thomas G. erklärte vor Gericht, dass er unter Einfluss von K.O.-Tropfen gestanden habe, da er sich an den Vorfall nicht erinnern könne. Als er später verdreckt und mit einem Rucksack voller Diebesgut auf der Straße liegend zu sich kam, suchte er das Wohnhaus eines Bekannten auf. G. beleidigte diesen aufs Gröbste und verlangte Einlass in die Wohnung. Er trat die Wohnungstür ein und zerstörte das Mobiliar.

Lissel verurteilte den Angeklagten zu sieben Monaten Haft ohne Bewährung. Sie war sich mit der Staatsanwältin einig: Thomas G. hat keine gute Sozial- und Kriminalprognose. Er blickt auf eine 21 Jahre lange Karriere als Kleinkrimineller zurück, kassierte in den vergangenen zwei Jahrzehnten 14 Verurteilungen. Weder Geld- noch Bewährungsstrafen hätten sich auf das Verhalten des Angeklagten ausgewirkt. So zeige er sich nicht willens, die Finger von Drogen zu lassen. Nach dem Prozess wurde der Angeklagte in Handschellen abgeführt: Er muss eine früher ergangene Strafe von zweieinhalb Jahren wegen eines Drogendelikts verbüßen.

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