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Von der ollen Sega-Konsole zur psychedelischen Optik-Maschine

Von der ollen Sega-Konsole zur psychedelischen Optik-Maschine

Mini-Roboter konstruieren, ein eigenes Musikinstrument bauen, eine Lichtskulptur löten - das und vieles mehr macht in dieser Woche das "Circuit Control"-Lötspektakel für Dresdner jeden Alters möglich.

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Ran an die Geräte: Alwin Weber, Veranstalter des Dresdner Lötspektakels, hat schon mal die Lötkolben sortiert.

Quelle: Dietrich Flechtner

Ab heute bis Freitag können sich Bastler in einem 200 Quadratmeter großen Gewerberaum an der Kleiststraße 10A in Trachenberge voll entfalten. "Circuit Bending" heißt das Schlagwort und ist das kreative Kurzschließen von elektronischen Geräten mit niedriger Spannung. Für die Elektronikbastler und Technik-Recycler liegen nicht nur Lötkolben bereit: Es gibt Ätzanlagen, wo man die Platinen selbst ätzen kann; und dank der Kooperation mit dem FabLab Dresden einen 3D-Drucker und einen Lasercutter, mit dem sich Gehäuse aus Plexiglas oder Holz zuschneiden lassen. Der Veranstalter Alwin Weber und geladene Workshop-Anbieter bringen zudem viele Bausätze mit.

"Wir haben spannende Künstler, Musiker und Softwareprogrammierer aus Österreich, der Schweiz, Spanien, England und Tschechien am Start", freut sich Alwin Weber. So weiht ab morgen der Berliner Soundkünstler Simon Schäfer alle Interessierten in die Geheimnisse des Videohackings ein. Dabei werden analoge Videoprozessoren in psychedelische Optik-Maschinen verwandelt. Auch können alte Nintendo- oder Sega-Konsolen modifiziert werden. Ein paar Videopulte stehen zum Ausprobieren bereit und natürlich dürfen auch eigene Geräte mitgebracht werden, um sie zum Leuchten zu bringen.

Daniel Baum aus Iserlohn modifiziert dagegen am liebsten Kinderspielzeuge und Lerncomputer. Lärmgeplagte Eltern können bei ihm gern nervtötendes Spielzeug loswerden oder es in dieser Woche eigenhändig umgestalten. Der Dresdner Moritz Simon Geist leitet den Robotik-Workshop. An analogen Sequenzern kann mit dem Schweizer Claude Winterberg getüftelt werden. Claudio Matina aus Dresden zeigt, wie man Platinen selbst herstellt. Die Tschechen Ondrej Merta und Vaclav Peloucek versprechen verrückte Klänge mit selbst gebauten Instrumenten - sowohl für Anfänger als auch für professionelle Musiker. Selbstverständlich gibt es auch Anleitung zum Schaltpläne malen und Löten. Das Schöne: Alle Künstler kommen nicht nur für ein paar Stunden, sondern geben die gesamte Woche ihre Tipps und Tricks an die Bastler weiter.

Täglich kann von 12 bis 22 Uhr getüftelt werden. Am Mittwoch ab 14 Uhr gibt es zudem spezielle Angebote für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren. Den Freitag möchte Alwin Weber gegen 20 Uhr mit einem Gemeinschaftsprojekt beschließen. Dann folgt nach dem technischen Teil der musikalische: Im Ostpol zeigen Musiker und Klangkünstler, was sich mit "Circuit bending" so alles bewerkstelligen lässt. Alwin Weber verspricht auf dem Abschlusskonzert elektronische Livemusik der Extraklasse von Noise, Experimental über IDM (Intelligent Dance Music), Chiptunes bis Techno. Wer danach noch nicht genug hat, kann sich am Sonntag eine Ausstellung mit Ergebnissen der Workshops im "B|shop" ansehen.

Das Lötspektakel geht in diesem Jahr in die dritte Runde. 2013 waren rund 100 aktive Löter zwischen sechs und 60 Jahren vor Ort, sowie weitere 400 Gäste bei den Konzerten. In diesem Jahr könnten sich auch einige Steampunker unter die Bastler mischen, denn mit dem Lasercutter lassen sich die Klangmaschinen und Lichtanlagen auch in nostal- gische Holzgehäuse einbauen und erhalten so den Retro-Look aus früheren Zeiten. "Wir arbeiten aber mit Niederspannungen und mit keinen Tesla-Transformatoren", warnt Alwin Weber scherzhaft. Auf eindrucksvolle Blitze durch hochfrequente Wechselspannung müssen die Liebhaber von historischen elektrischen Experimenten sowie dampf- und zahnradgetriebener Mechanik also verzichten.

"Circuit Control" Lötspektakel in Dresden: Workshops vom 22. bis 25. September, 12- 22 Uhr, Communardo, Kleiststraße 10a, Haus D. Trachenberge; Konzerte am 26. September, 21-2 Uhr im Ostpol, Königsbrücker Straße 47; Vernissage am 27. September, 20-23 Uhr, B|Shop, Bischofsweg 13a.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 22.09.2014

Madeleine Arndt

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