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Volle Kraft voraus nach miesem Jahr für Dresdens Dampfer

Neue Dampfer-Saison Volle Kraft voraus nach miesem Jahr für Dresdens Dampfer

Die Flotte muss wieder auf Kurs. 2015 hat die Sächsische Dampfschiffahrt rote Zahlen geschrieben. Jetzt hoffen die Verantwortlichen auf die neue Saison, die am Donnerstag beginnt. Dabei haben sie einige Neuerungen an Bord.

Saisonhöhepunkte bei der „Flotte“ sind die Dampferparaden.
 

Quelle: dpa

Dresden.  Noch schlechter geht nicht. 2015 war ein übles Jahr für die Sächsische Dampfschifffahrt, jetzt muss es wieder aufwärts gehen mit den Zahlen. Daran ließ Geschäftsführerin Karin Hildebrand keinen Zweifel, als sie am Vormittag auf der „Gräfin Cosel“ das Programm der Flotte für 2016 vorstellte. Zum vergangenen Jahr teilte sie via Pressetext mit, es sei „aus Wettersicht sehr kritisch bis bedrohlich“ gewesen. An 15 Tagen konnte wegen Niedrigwassers gar nicht gefahren werden, mehr als drei Monate lang nur eingeschränkt. Das hatte Folgen: der Fahrscheinverkauf ist im Vergleich zu 2014 um 30 Prozent zurückgegangen. Unterm Strich steht ein dickes Minus, räumte sie ein, wenngleich sie keine absoluten Zahlen nennen konnte. Der Jahresabschluss werde erst Ende des Monats vorliegen, ließ Hildebrand wissen. Lediglich so viel: Im vergangenen Jahr wurde nur etwas mehr als 402.000 Fahrscheine verkauft. 2014 waren es mehr als 570.000.

Volle Kraft voraus! Das gilt in diesem Jahr für die Sächsische Dampfschiffahrt (SDG) mehr als je zuvor, soll die Bilanz wieder auf Kurs gebracht werden. Das 2012 gegründete Tochterunternehmen „Elbezeit“ ist bereits in voller Fahrt, berichtete dessen Chef Jeffrey Pötzsch. Nicht nur auf dem Flughafen steuert „sein“ Unternehmen mittlerweile das Geschäft mit Speisen und Getränken, auch im Zoo ist „Elbezeit“ zu finden – am Osterwochenende eröffnet dort die neue „Afrikalounge“. Die Verluste auf den Dampfern seien im vergangenen Jahr zum Beispiel durch das Flughafen-Engagement erfolgreich kompensiert worden. „Wir hatten 2015 ein besseres Ergebnis als 2014“, fasste er zusammen und kündigte an, Jahreskartenbesitzer der „Dampfschifffahrt“ bekämen auf den Schiffen künftig 15 Prozent Rabatt, wenn sie Speisen oder Getränke bestellen.

Fahrplan und Extras

Zu den Linienfahrten im Angebot für die neue Dampfersaison gehören die Tour „Sächsische Weinstraße“ von Dresden nach Diesbar-Seußlitz und zurück, Fahrten in die Sächsische Schweiz, die Schrammsteinfahrt (ab Bad Schandau bis Hrensko und zurück), die Stadtfahrten (Terrassenufer bis Blaues Wunder und zurück, die „Schlösserfahrt“ bis Pillnitz und die „Abendfahrt“ (dienstags und mittwochs um 19.30 Uhr bis Pillnitz).

Neu sind Kombitickets führ eine Dampferfahrt und den Besuch der Frauenkirchenkuppel sowie eine Dampferfahrt und den Besuch des Residenzschlosses oder des Schlosses und des Parks in Pillnitz. Geplant sind Kombinationen Dampfer und Oper sowie Dampfer und Porzellanmanufaktur Meißen. Sie sollen noch in diesem Jahr kommen.

Zu den wichtigsten Veranstaltungen auf und um die Dampfer zählen in diesem Jahr neben dem Dampfschifffest (19. bis 21. August) und Fahrten anlässlich 180 Jahre Sektkelterei Schloss Wackerbarth (7. Mai) sowie 500 Jahre deutsches Reinheitsgebot (23. April) die Jubiläen der „Kurort Rathen“ (2. Mai), der „Pillnitz“ (16. Mai) und der „Dresden“ (2. Juli).

Weitere Infos und der Fahrplan unter www.saechsische-dampfschiffahrt.de

Der Schiffsfahrplan ändert sich nur geringfügig: Gestrichen wird die Morgen-Fahrt ab Meißen, denn „da waren oft mehr Besatzungsmitglieder als Passagiere an Bord“, so Karin Hildebrand. Ausgeweitet wird dagegen das Stadtrundfahrten-Angebot, also die 1,5-stündigen Touren bis hinauf nach Blasewitz. Sie werden als einzige Schiffsfahrten auch teurer – der Ticketpreis klettert von 16 Euro auf 17,50 Euro. Meißen bleibt auch im Programm – täglich gehts von Dresden aus elbabwärts bis nach Diesbar-Seußlitz und zurück, natürlich mit Halt auch in der Domstadt.

Besonders positive Wirkung erhoffen sich die Verantwortlichen der Flotte von neue Kombi-Angeboten. Anlass dafür geben die Zahlen aus dem vergangenen Jahr. Trotz des Niedrigwassers hätten etwa 15000 Fahrgäste ein Kombiticket gekauft, das Schiff und S-Bahn-Fahrt miteinander verknüpft. Jetzt sollen zusätzliche touristische Angebote mit Dampfertouren im Paket neue Kunden bringen (siehe Kasten).

Außerdem wollen Karin Hildebrand und ihre Mitarbeiter mit neuen Veranstaltungsfahrten wie einem Oktoberfest an Bord, einer Schlagernacht auf dem Schiff, Fahrten mit Winzern, dem „Abendbrotschiff“ und einer „Mondscheinfahrt“ punkten. Zusätzlich erhoffen sie sich viele zahlende Gäste auf den Dampfern, die 2016 runde Geburtstage feiern. Das sind die „Pillnitz“ (130 Jahre), die „Kurort Rathen“ (120 Jahre) und die „Dresden“ (90 Jahre). 175 Jahre alt wird in diesem Jahr die Dampfmaschine der „Diesbar“.Das ist Karin Hildebrand mehr als nur eine Erwähnung wert, denn dieser kleinste Dampfer der Flotte „ist das Schätzchen unserer Chefin“, wie Marketingleiter Robert Rausch wissen ließ.

Von Christoph Springer

Dresden, Terrassenufer 51.053617 13.742478
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