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Volkshochschule Dresden zieht ins Zentrum

Neues Domizil für 800 Dozenten und 40 000 Schüler Volkshochschule Dresden zieht ins Zentrum

Die Volkshochschule Dresden fristete ein Mauerblümchendasein in einer heruntergekommenen Plattenbauschule am Schilfweg in Seidnitz. Damit ist im neuen Jahr Schluss: Die Bildungseinrichtung erhält in der Annenstraße ein helles und modern ausgestattetes Domizil.

Blick ins Treppenhaus der Volkshochschule.

Quelle: Anja Schneider

Dresden. Der Höhepunkt befindet sich unter dem Dach: Ein lichtdurchflutetes Atrium bietet einen herrlichen Blick über die Dächer der Stadt. „Das wird ein Ort für Begegnungen, Lesungen und Diskurse“, schwärmt Jürgen Küfner. Der Direktor der Volkshochschule Dresden hat glänzende Augen, als er seine Besucher über die Baustelle in der Annenstraße 10 führt: Dresdens größte Bildungseinrichtung mit mehr als 40 000 Schülern pro Jahr öffnet ab 9. Januar 2017 an einem zentralen Standort in der Stadt ihre Pforten. Das Schattendasein im abgelegenen Schilfweg in Seidnitz in einer heruntergekommenen Plattenbauschule hat ein Ende, die Volkshochschule erhält ein würdiges Domizil.

„Lernen hat viel mit den Bedingungen zu tun. Wir sind glücklich hier“, sagt Küfner mit einem Leuchten in den Augen. Ob die Stellvertretende Direktorin Anja Jäpel-Nestler oder Verwaltungsleiter Christian Wolf – die Kollegen teilen die Begeisterung des Chefs. „Das Gebäude ist ideal für uns. Hell und gut strukturiert. Hier funktioniert eine moderne Volkshochschule“, ist sich Küfner sicher.

5250 Quadratmeter Nutzfläche auf vier Etagen mit 27 Büros und 46 Seminar- und Unterrichtsräumen nennt die Volkshochschule künftig ihr eigen. Dafür musste die Einrichtung bis an die Grenze der finanziellen Belastbarkeit gehen: Für die Ausstattung mit moderner Technik habe sie ihre Ersparnisse eingesetzt, so Küfner, etwa 80 000 Euro für moderne Computer und 50 000 Euro für neue Möbel. „Um Kosten zu sparen, haben wir unsere alten Möbel aufgearbeitet und gereinigt.“

Doch das Konzept der Volkshochschule lege Wert auf Begegnungen, und dafür würden Sitzgruppen benötigt. Was kostet. Genau wie die Miete. Den Löwenanteil der rund 648 000 Euro pro Jahr trägt die Stadt. Doch die Volkshochschule ist mit rund 200 000 Euro dabei. „Das müssen wir erst einmal erwirtschaften“, meint Küfner und hofft auf eine noch größere Resonanz im Stadtzentrum. „Bildung ist Teilhabe. Deshalb wollen wir bei den Kursgebühren sensibel vorgehen.“

Das Konzept für das neue Gebäude soll sich dem Besucher auf den ersten Blick erschließen, sagt Küfner: Im Erdgeschoss, wo sich früher die Postfiliale befand, gibt es einen großen Vortragsraum, der zum Sport- und Bewegungsraum umgebaut werden kann. Die erste Etage ist den Sprachkursen vorbehalten, in der zweiten ist Raum für Kreativität. Die dritte beherbergt die Technik in Form von Computern, in der vierten gibt es neben dem Atrium eine moderne Küche. „Kochen über den Dächern von Dresden“, schwärmt Küfner in dem Raum, in dem im Moment noch nicht einmal der Fußboden liegt. Dafür sind die Einlässe für eine moderne Lüftungsanlage zu erkennen. „Das hatten wir am Schilfweg nicht. Da riecht es manchmal in meinem Büro herrlich nach Essen, wenn Kochkurse stattfinden“, so der Direktor.

Die Volkshochschule mit ihren 35 festangestellten Mitarbeitern und rund 800 Dozenten aus über 50 Nationen wird von einem Verein getragen, dessen Vorsitzende Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Die Linke) ist. „Wir haben uns seit Jahren einen Umzug ins Zentrum gewünscht und freuen uns, dass es endlich gelungen ist“, sagt Küfner.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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