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Vogtländer präsentieren Windrad-Innovation auf Haus-Messe in Dresden

Vogtländer präsentieren Windrad-Innovation auf Haus-Messe in Dresden

Eine kleine, aber feine Firma aus dem Vogtland bringt frischen Wind in den Bereich dezentrale erneuerbare Energien: Was an eine Flugzeugturbine erinnert, ist ein innovatives Stück Hightech des Zwickauer Ingenieurbüros Alphacon.

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Ungewohnt: Die Fotomontage zeigt, wie die Ein-Kilowatt-Kleinwindanlage der Firma Alphacon auf dem Häuserdach wirkt. Vor allem für mediterrane oder Entwicklungsländer sind Container-Lösungen günstiger. In Kombination mit Solaranlage und Diesel-Notstromaggregat ist eine völlig autarke Energieversorgung möglich.

Quelle: Alphacon GmbH

Dresden/Zwickau . Schon bei leichtem, aber beständigen Wind lasse sich der Energiebedarf einer vierköpfigen Familie in unseren Breiten mit einer "doppelköpfigen" Anlage fast zur Hälfte decken, sagt Alphacon-Chef Peter Gläser.

Bislang beherrschen die großen, nicht unumstrittenen Riesenwindräder das Landschaftsbild. Die Innovation aus dem Vogtland - produziert in Falkenstein - könnte dieses Bild modifizieren, und zwar dezentral. Schon ab Windgeschwindigkeiten von 2,5 Meter pro Sekunde - in Deutschland beträgt das Jahresmittel 5,8 - erzeuge die Alphacon-Anlage mit ihren Hochleistungs-Generatoren kontinuierlich Strom. "Wir sammeln damit beständig Energie wie in einem energetischen Sack", umschreibt Gläser das Prinzip. So liefere die Ein-Kilowatt-Anlage zwischen 1300 und 1800 Kilowattstunden pro Jahr. "Kleinbetriebe, Eigenheime oder generell Standorte ohne Anschluss an das öffentliche Stromnetz können somit ihre Kosten für den Eigenverbrauch sinnvoll reduzieren", so Gläser.

Die beiden Repeller - so der Fachbegriff für die Turbinen - sind schon für 5350 Euro (netto) zu haben. Hinzu kommen bei Bedarf ein bis zu acht Meter hoher Mast mit Fuß (derzeit rund 1300 Euro) sowie ein Speicher- und Energiemodul mit ausgefeilter Lade-Technik für rund 3500 Euro.

Auf Deutschlands größter regionaler Baufachmesse, der Dresdner HAUS, präsentiert sich die Alphacon ab nächstem Mittwoch zusammen mit dem Zimmerermeister Lutz Müller aus Haselbachtal sowie dem Bau-Ingenieur Eckhard Ulrich aus Ottendorf-Okrilla. Letztere bieten zusätzlich zur Windkraftanlage ein ökologisches Holzlehmhaus mit 120 Quadratmetern Wohnfläche an, das sie als "Windstromhaus" bezeichnen. Ziel ist ein umweltgerechtes, ökologisches, gesundes Wohnen.

Das Alphacon-Projekt "Entwicklung ultraleichter Module für Kleinwindanlagen" ist mit so genannten EFRE-Mitteln der Europäischen Union (EU) und der Sächsischen Aufbaubank Dresden gefördert worden. Mit im Boot sitzen neben der Firma Alphacon GmbH aus Zwickau die Kunststofftechnik Käppel aus Chemnitz sowie das Institut für Konstruktion und Verbundbauweisen (KVB) an der Technischen Universität Chemnitz. Getestet wurde die Generatoren-Technologie und die Strömungsleiteinrichtung auch im Windkanal in Dresden-Klotzsche. "Die Anlage hält kurzfristig Stürme mit bis zu 180 Stundenkilometer aus", ist Alphacon-Chef Gläser sichtlich stolz.

Die Windturbine wird drehbar auf einem Mast installiert und richtet sich automatisch nach dem Wind. Bereits zwölf Mal hat Alphacon die Anlage verkaufen können, darunter vier Mal nach China. Die Sachsen streben dort ein Gemeinschaftsunternehmen an.

Ralf Redemund

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24.02.2012

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