Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 0 ° wolkig

Navigation:
Google+
Villenabriss in Blasewitz und Striesen weiter in der Kritik - Grüne: "Stadt hat Stadtrat getäuscht"

Villenabriss in Blasewitz und Striesen weiter in der Kritik - Grüne: "Stadt hat Stadtrat getäuscht"

Der geplante Abriss von zwei Villen in Blasewitz und Striesen sorgt in der Stadt für Empörung. Thomas Löser, Fraktionschef Bündnis 90/Grüne und Sprecher für Stadtentwicklung, wirft der Stadtverwaltung vor, den Stadtrat beim Verkauf des Grundstückes getäuscht zu haben und bezieht sich dabei auf eine Vorlage für den Ausschuss Finanzen und Liegenschaften, der Ende 2012 dem Verkauf des einst städtischen Grundstückes Loschwitzer Straße 22 zugestimmt hatte (DNN berichteten).

"In der Vorlage ist mit keinem Wort ein geplanter Abriss erwähnt", wettert Löser.

Dass die beiden betroffenen Häuser nicht unter Denkmalschutz stehen, ist für ihn kein Argument. "Wir haben Blasewitz und Striesen-Nordost zum Denkmalschutzgebiet erklärt", so Löser. In der Satzung werden vor allem die "bemerkenswerte architektonische Qualität und Vielfalt" sowie die "offene Villen- und Einzelhausbebauung in zum Teil parkartigen Gärten" gewürdigt. "Doch was hat ein solcher Gebietsschutz für einen Sinn, wenn dann an vielen Stellen alte Häuser abgerissen und überall Würfel hingesetzt werden, wie sie USD jetzt wieder plant? Unserer Ansicht nach gefährdet das den Villencharakter des Viertels." Wenn die Stadt den Abriss genehmige, seien Bauherren wie USD natürlich "fein raus". Den schlechten Bauzustand für den Abriss anzuführen hält Löser für verlogen. "Die Loschwitzer Straße 22 war bis vor 14 Tagen noch bewohnt." Und man sehe andernorts in der Stadt durchaus Beispiele, wo solchen Häusern neues Leben eingehaucht werde. Vor diesem Hintergrund fordern die Grünen von der Stadt Aufklärung, warum dem Abriss zugestimmt wurde.

Investor USD bestätigte gegenüber DNN noch einmal, das Grundstück an der Loschwitzer "von privat mit Baugenehmigung" gekauft zu haben. "Diese Baugenehmigung enthält auch die Genehmigung für den Abriss." Es sei vorher geprüft worden, ob eine Sanierung sinnvoll sei. Auf der Loschwitzer Straße will USD Ende des Jahres mit der Errichtung der beiden Mehrfamilienhäuser beginnen. Da im Falle der Glasewaldstraße noch keine Baugenehmigung vorliege, gebe es für Abriss und Neubaustart noch keinen Termin. Bezüglich der Frage, mit welchen architektonischen Mitteln USD eine Integration der neuen Bauten in die Umgebung erreichen möchte, ist die Antwort leider mager: "Mit in die Umgebung eingegliederten Häusern mit angepassten und zeitgemäßen Grundrissen. Außerdem handelt es sich bei den Gebäuden um energieeffiziente Häuser."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 09.07.2014

Catrin Steinbach

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.