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Vier Monate alt und Blutkrebs – Typisierungsaktion für kleinen Tim

DKMS Vier Monate alt und Blutkrebs – Typisierungsaktion für kleinen Tim

Als Mitte April der Anruf vom Uniklinikum kam, mussten Christina Marquardt und Holger Finke sehr tapfer sein. Bei ihrem gerade einmal zwei Monate alten Sohn Tim wurde Blutkrebs diagnostiziert. Händeringend suchen Familie und Freunde nun nach einem passenden Knochenmarkspender.

Christina Marquardt und Holger Finke suchen dringend einen passenden Knochenmarkspender für ihren vier Monate alten Sohn Tim. Der leidet an genetisch bedingtem Blutkrebs.

Quelle: Sebastian Burkhardt

Dresden. Als Mitte April der Anruf vom Uniklinikum kam, mussten Christina Marquardt und Holger Finke sehr tapfer sein. Bei ihrem gerade einmal zwei Monate alten Sohn Tim wurde Blutkrebs diagnostiziert. Händeringend suchen Familie und Freunde nun nach einem passenden Knochenmarkspender. Für den 18. Juni ist eine große Typisierungsaktion in Weixdorf geplant.

„Bis zur Diagnose war gar nichts auffällig“, erklärt Mutter Christina. Eine routinemäßige Blutprobe beim Hausarzt brachte das Ergebnis. Die Chemo-Therapie gegen den genetisch bedingten Blutkrebs wurde direkt nach der Diagnose begonnen und dauert nun schon mehrere Wochen an. Doch Heilung wird sie nicht bringen. „Durch die genetische Erkrankung werden immer wieder neue ’defekte’ Zellen in die Blutbahn gelangen und sich zu bösartigen Tumorzellen entwickeln. Nur durch die Transplantation neuer, gesunder Stammzellen kann die Krankheit geheilt werden“, erklärt Professor Martin Bornhäuser vom Uniklinikum Dresden. Er ist einer der behandelnden Ärzte vom kleinen Tim.

Doch einer erfolgreichen Knochenmarktransplantation stehen noch zwei Probleme entgegen. Zunächst muss sich Tim einer anderthalbjährigen Chemotherapie unterziehen, um die erkrankten Zellen in seinem Gewebe abzutöten. Das stellt eine große Belastung für den kleinen Körper dar. „Bis jetzt halten sich die Symptome in Grenzen. Er bricht viel und hat Wassereinlagerungen im Gesicht“, erklärt Tims Mutter. Doch das viel größere Problem ist, dass es für Tim noch keinen passenden Spender gibt.

Normalerweise ist die Wahrscheinlichkeit bei einem direkten Familienmitglied sehr hoch. Ist das nicht der Fall, sinkt die Chance rapide. Für Tim wurde auch in der DKMS-Datenbank kein passender Spender gefunden – die weltgrößte Datenbank umfasst etwa sieben Millionen Spender. Umgehend nach der Diagnose nahmen Freunde der Familie Kontakt zur DKMS auf und organisierten die Typisierungsaktion, die sich in den sozialen Medien wie ein Lauffeuer verbreitet.

Mit Unterstützung der Grund- und Oberschulen in Weixdorf findet die DKMS-Typisierungsaktion am 18. Juni von 11 bis 16 Uhr in der Turnhalle der Oberschule, Alte Dresdner Straße 22, statt. Alle Dresdner sind aufgerufen, sich typisieren zu lassen – nicht nur für Tim.

Von Sebastian Burkhardt

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