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Viele Gespräche beim Tag der offenen Tür im Plauener Übergangsheim

Diskussionen Viele Gespräche beim Tag der offenen Tür im Plauener Übergangsheim

Am Anfang gibt es eine Unterbrechung. „Welche Zettel haben sie verteilt?“ Der Mann, der das ruft, ist sichtlich aufgebracht. Auch andere Anwesende murmeln etwas, und es klingt nicht zufrieden. Die Rednerin fährt sichtlich leiser mit der Ansprache fort. Anlass für die Rede ist der Tag der offenen Tür im Übergangswohnheim Plauen am Montag.

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Quelle: Archiv

Dresden. Am Anfang gibt es eine Unterbrechung. „Welche Zettel haben sie verteilt?“ Der Mann, der das ruft, ist sichtlich aufgebracht. Auch andere Anwesende murmeln etwas, und es klingt nicht zufrieden. Die Rednerin fährt sichtlich leiser mit der Ansprache fort. Anlass für die Rede ist der Tag der offenen Tür im Übergangswohnheim Plauen am Montag. Sozialbürgermeisterin Kristin Kaufmann (Die Linke) begrüßt die Anwesenden. Der Grund für die Unterbrechung ist die Unzufriedenheit über eine offensichtlich nicht ausreichende Informationen der Anwohner, was die Nutzung des Gebäudes als Übergangswohnheim angeht.

Das Heim wurde am 1. Mai dieses Jahres eröffnet. Die dort lebenden Flüchtlinge stammen meist aus Syrien und leben hier selbstbestimmt. Das heißt, sie können beispielsweise selber einkaufen und kochen und bekommen kein Kantinenessen vorgesetzt. Johanna Stoll, Regionalkoordinatorin für Asyl im Bereich Altstadt/Plauen, findet: „Im Vergleich zu anderen Übergangswohnheimen herrschen hier gute Bedingungen.“ So haben die Bewohner u.a. persönliche Tresore, in die sie ihre Wertsachen einschließen können. Problematisch sei lediglich, dass das Heim abgelegen steht. So werde die Integration der Flüchtlinge erschwert.

Etwa zehn Anwohner sind gekommen, um in den Dialog mit der Bürgermeisterin, Mitarbeitern der Stadtverwaltung, den für Plauen zuständigen Flüchtlingssozialarbeitern sowie dem Betreiber des Wohnheims und Vertetern des Netzweks „Dresden-Plauen-Miteinander“ zu treten. Schnell bildet sich eine Traube um die Vertreter der Stadt. Davon, dass vermehrt Müll am Bahnhof liege, seit das Heim eröffnet wurde, wird berichtet. Außerdem sind einige Anwohner nicht zufrieden damit, dass nur ein leeres Zimmer und die Küche an dem Tag begehbar sind.

Zimmer und Küche sind einfach eingerichtet. In dem begehbaren Zimmer stehen zwei Doppelstockbetten, neun Spinde und ein Kühlschrank. In der Küche gibt es einen Tisch und 16 kleine Kochplatten. Auf einer Pinnwand im Flur hängen Schilder, auf denen unter anderem Artikel aus dem Grundgesetz stehen.

Vor dem Haus hat sich die Situation beruhigt. Einige Anwohner erklären, dass es okay für sie sei, wenn Asylsuchende in diesem Heim lebten. Aggressiv seien sie nie geworden. Es sei abends zwar länger laut, aber damit könne man sich arrangieren. Die Anwohner stört ebenso wie den Mann, der die Rede unterbrochen hatte, lediglich die schlechte Information im Vorfeld. Nachdem der alte Besitzer das Haus verkauft hatte, sei ihnen mitgeteilt worden, dass nun eine Familie in das Gebäude ziehen werde. Die Zettel, die die Sozialbürgermeisterin ansprach, hätten sie nicht bekommen.

Von rg

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