Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Google+
Vermögensverwalter Jens Richter:Eine risikolose Geldanlage gibt es nicht

Vermögensverwalter Jens Richter:Eine risikolose Geldanlage gibt es nicht

Grundsätzlich gibt es nur drei große Anlagekategorien. Das sind erstens Immobilien, zweitens Anleihen oder auch Schulden von Staaten, Ländern, Kommunen oder der Industrie.

Voriger Artikel
Razzia gegen Infinus bedeutet dramatischen Einschnitt für das Dresdner Unternehmen
Nächster Artikel
EnBW und Gazprom pokern um Dresdner VNG-Anteile
Quelle: privat

Was sollte jeder über Geldanlagen wissen?

Und drittens sind es die Aktien, also ein Anteil an einem Betrieb. Bodenschätze werden auch von Unternehmen aus der Erde geholt. Ackerbau und Viehzucht werden ebenfalls von Unternehmen betrieben. Aus diesen drei Anlagekategorien entwickeln Banken und andere Emittenten ihre Finanzprodukte, die eigene oder fremde Vertriebe an den Mann oder die Frau bringen müssen. Diese Produkte haben folglich zumindest ein gemeinsames Merkmal: Sie sind immer teurer als die direkte Investition in eine der Anlagekategorien. Zumeist sind sie auch risikoreicher, da die Emittenten verständlicherweise wenig Risiko bei sich selbst behalten wollen. Das höchste Risiko findet der Anleger in so genannten derivativen Finanzprodukten. Das sind aus den drei großen Anlagekategorien abgeleitete Wettgeschäfte (z.B. Optionen und Futures oder Zertifikate).

Gibt es eine sichere Geldanlage?

Eine risikolose Geldanlage gibt es nicht. Selbst Politiker, Banker und Aufsichtsämter haben in der letzten großen Krise erkannt, dass nicht einmal Staatsanleihen "mündelsicher" sind, wie zuvor jahrelang behauptet wurde. Und auch bei der Bank ist das Geld nicht hundertprozentig sicher, wie man in der Vergangenheit an Bankenpleiten gesehen hat.

Welchen Tipp haben Sie für Anleger?

Jeder Sparer und Anleger sollte Geldanlagen von seinem persönlichen Konto aus tätigen oder tätigen lassen. So muss er zwar die Preisschwankungen seiner Anlagen ertragen, weil er zeitnah darüber informiert ist, was bei Anlagen auf fremden Konten häufig nicht der Fall ist (z.B. bei Versicherungen oder geschlossenen Fonds). Er hat dafür jedoch die wesentliche Grundlage geschaffen, Anlagebetrug weitestgehend zu vermeiden.

Was unterscheidet Sie von den Beratern bei Finanzdienstleistern, Banken und Vertrieben?

Ich verkaufe und vermittle keinerlei Finanzprodukte, um Interessenkonflikte von vornherein auszuschließen, sondern verwalte eigenverantwortlich das Vermögen meiner Mandanten. Erst wenn ein Gewinn eingetreten und auf das Konto des Kunden zurückgeflossen ist, erhalte ich eine Gewinnbeteiligung. Dafür ist jedoch eine staatliche Zulassung notwendig. Den dafür erforderlichen Aufwand und die erheblichen Kosten scheuen viele Finanzvermittler, die sich unter Haftungsdächer begeben.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.11.2013

Interview: Holger Grigutsch

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.