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Vermesser nehmen Dresdens Maße

Vermesser nehmen Dresdens Maße

Ein Trupp Vermesser des am Olbrichtplatz ansässigen Staatsbetriebes "GeoSN" ("Geobasisinformation und Vermessung Sachsen") trotzte gestern Temperaturen unweit des Gefrierpunktes und bezog Position auf der Augustusbrücke.

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Vermessungstechniker Udo Langer (vorn) erfasst mit einem Nivelliergerät die Messlatten, die durch Thomas Jüttner und Frank Stula (v. l.) gehalten werden. Mit dieser Methode lassen sich Höhendifferenzen millimetergenau darstellen.

Quelle: Dietrich Flechtner

Von christoph stephan

Ausgestattet mit zwei hohen Latten und einem Nivelliergerät schickten sie Laserstrahlen auf die Reise. Allerdings nicht, um Autofahrer mit zu hoher Geschwindigkeit zu blitzen, sondern um das unterschiedliche Höhenniveau in Dresden zu erfassen.

Die gestrigen Messungen bildeten den vorläufigen Abschluss eines sachsenweit seit fünf Jahren laufenden Projektes. Jedes Bundesland macht diese Zuarbeit für die Erneuerung des Deutschen Haupthöhennetzes. "Die Neubestimmung ist erforderlich, weil es auch in Deutschland ständig Höhenveränderungen gibt, zum Beispiel als Folgeerscheinung des Bergbaus oder wegen der Bewegung der Kontinentalplatten", erklärt Ria Liebscher den DNN. Sie ist als Referatsleiterin bei "GeoSN" verantwortlich für die Bereitstellung von Koordinaten und Höhen im Freistaat.

Die zur Zeit noch aktuellen Daten beruhen auf Ende der 1970er und Anfang der 1980er Jahre durchgeführten Messungen. Dresden ist zwar im Vergleich zu Regionen des Vogtlands, in denen durch so genannte Schwarmbeben seit dem 16. Jahrhundert immer wieder Erdstöße zu spüren sind, oder dem südlichen Leipziger Raum, wo Braunkohle abgebaut wird, höhentechnisch äußerst stabil. Doch auf exakte, neue Messergebnisse will auch hier niemand verzichten. "Die Höhen, die wir bestimmen, sind millimetergenau und damit insbesondere für Ingenieure, etwa beim Bau von Straßen, von Bedeutung", betont Liebscher. "Denn Absätze auf der Fahrbahn will später niemand haben. Sonst würden Autos ganz schnell kaputt gehen."

In der Praxis bauen die Vermesser an jeweils zwei klar definierten Punkten die Messlatten auf und erfassen mit dem Nivelliergerät den Höhenunterschied zwischen den Aufstellungen. Aus diesen Werten können sie dann die aktuellen Höhen berechnen. Informationen über Veränderungen im Vergleich zu den alten Daten werden aber voraussichtlich erst Ende 2013 veröffentlicht, wenn bundesweit alles ausgewertet ist.

Abgesehen von solch langfristigen Entwicklungen gibt es natürlich auch signifikante, wenngleich wahrscheinlich nicht für jeden Dresdner immer spürbare, Höhenunterschiede im Stadtgebiet. "Der Messpunkt am Mauerwerk der Hofkirche liegt zum Beispiel 112,651 Meter, der des Rathauses 114,516 Meter über dem Meeresspiegel", beschreibt Ria Liebscher.

Bei ihrer Arbeit orientieren sich die Vermesser an wichtigen Höhenlinien. Eine führt mitten durch Dresden: die Königsbrücker Straße geht es entlang in Richtung Königstraße und von dort über die Hofkirche und zum Rathaus weiter in Richtung Unigelände und Bundesstraße 170.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.11.2011

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