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Verhandlung über dummen Studentenstreich

Uni Dresden Verhandlung über dummen Studentenstreich

Über den Pfeiffer mit drei „f“ aus der Feuerzangenbowle und seine Streiche haben ganze Generationen gelacht. Sicher auch viele Vertreter der Dresdner Staatsanwaltschaft – aber offenbar nicht alle.

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Quelle: dpa

Dresden. Über den Pfeiffer mit drei „f“ aus der Feuerzangenbowle und seine Streiche haben ganze Generationen gelacht. Sicher auch viele Vertreter der Dresdner Staatsanwaltschaft – aber offenbar nicht alle. Irgendwer scheint da nie einen dummer Scherz gemacht oder seine Studentenzeit vergessen zu haben und entfachte nun einen Sturm im Wasserglas. Schon die Anklage wegen Beeinträchtigung von Nothilfemitteln in Tateinheit mit Sachbeschädigung klingt dramatisch: Am 25. Juni soll ein Student im Beyerbau der TU einen Feuerlöscher aus der Wand gerissen und dabei „einen nicht unerheblichen Schaden“ verursacht haben. Dann habe er den Feuerlöcher entleert. Das klingt als habe er die halbe Wand eingerissen und dann den Schaum im Gebäude auf möglicherweise hochwertigen Gegenständen verteilt. 30 Tagssätze à 15 Euro forderte die Staatsanwaltschaft. Dafür müssen andere ganz schön lange klauen oder prügeln. Sicher, es war ein dummer Streich, aber der Strafbefehl war selbst Richter Ralf Schamber zu hoch. Da die Staatsanwaltschaft nicht bereit war einzulenken, wurde gestern verhandelt, und da relativierte sich einiges.

Sommerfest auf dem Uni-Campus: vor dem Beyer-Bau feiern Studenten, unter ihnen der 23-Jährige. Der hat zwar reichlich gebechert, räumt aber am frühen Morgen mit auf und kommt dann auf die Schnapsidee, den Feuerlöscher zu entleeren, aber nicht im Gebäude, sondern davor. Der Schaden beläuft sich nach Angaben der TU auf 30 Euro für das Neuauffüllen des Feuerlöschers. „Wie man darauf kommt, dass ein Schaden von nicht unerheblicher Höhe entstanden ist, erschließt sich mir nicht“, erklärte Schamber. „Der Mann ist nicht vorbestraft und das war schlicht ein dummer Jungenstreich. So etwas gehört nicht in den Gerichtssaal.“ Er regte erneut eine Einstellung des Verfahrens an. Diesmal stimmte die Staatsanwaltschaft zu. Der 23-Jährige muss 100 Euro an den Sonnenstrahl e.V. zahlen. Er bedankte sich artig und verließ sichtlich erleichtert das Gericht. Das hätte man vorher genauso regeln können – das hätte Zeit und Geld gespart.

Von Monika Löffler

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