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Vereine in Dresden müssen Schwimmer abweisen - Teams beklagen desaströse Bedingungen

Vereine in Dresden müssen Schwimmer abweisen - Teams beklagen desaströse Bedingungen

Die Sanierung der Schwimmhalle in der Freiberger Straße ist seit 15 Jahren Dauerthema im Dresdner Stadtrat. Ein Beschluss folgte dem anderen - doch niemals kam eine Finanzierung zustande.

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So leer sind die Schwimmhallen in Dresden selten. Die Vereine in der Stadt klagen über fehlende Kapazitäten.

Quelle: Sebastian Kahnert

Jetzt melden sich die Schwimmvereine und Sportler, um auf die desaströsen Bedingungen in Dresden aufmerksam zu machen. In einem offenen Brief appellieren sie an die Stadt, schnellstmöglich ein Konzept zur Schließung der Finanzierungslücke von acht Millionen Euro vorzulegen.

"Die Situation ist seit vielen Jahren unbefriedigend, doch die Probleme haben sich weiter verschärft", schreibt Heiko Werdin, Leiter der Abteilung Schwimmen des Universitätssportsvereins der TU Dresden (USV). Grund seien die geburtenstarken Jahrgänge und das steigende Interesse der Bevölkerung am Schwimmen. Immer mehr Eltern wollen mit ihren Kindern Mitglied im Schwimmverein werden. Zudem fragen laut Werdin immer mehr Studenten nach Möglichkeiten, um in der Studienzeit im Training zu bleiben. Trotz der Kooperation der beiden großen Schwimmabteilungen der Stadt (Abteilung Schwimmen im DSC 1898 und der Abteilung Schwimmen/Wasserball des USV), die sich zusammengeschlossen haben, um die Bahnenzeiten der 1600 Mitglieder möglichst effizient zu nutzen, gebe es jetzt aber keine Reserven mehr. "Die Bahnen sind mit so vielen Schwimmern belegt, dass sinnvolles Training an seine Grenzen stößt", sagte Werdin. Das gelte ausnahmslos für alle Altersbereiche.

Auch Dirk Oehme, Trainer des Landesstützpunktes appelliert an die Stadt, die fehlenden Millionen so schnell wie möglich bereitzustellen. "Wir schwimmen fast übereinander", sagte Oehme. Es sei eine Schande für eine Landeshauptstadt, den im Lehrplan festgelegten [link:700-NR_DNN_34243-1] nicht zu ermöglichen. "Wir haben in Dresden die schlechtesten Bedingungen im ganzen Freistaat", sagte Oehme. Selbst die sanierte Halle würde den Bedarf nicht decken können. "Wir haben das Gefühl, dass die Schwimmer seit Jahren mit leeren Versprechen ruhig gehalten werden", beklagte der Trainer.

Seit Anfang September mussten nach Angaben der Vereine mindestens 20 Schwimmanfänger und Interessierte abgewiesen werden. "Und es werden täglich mehr", heißt es. Mittlerweile wurden laut Werdin sogar Wartelisten eingeführt. Doch die Chance einen Platz zu bekommen sei gering. Wenn niemand abspringt, müssen die Kinder bis zum nächsten Schuljahr warten.

Katrin Tominski

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