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Verein „Place to be“ kündigt weitere Aktionen für ein weltoffenes Dresden an

Verein „Place to be“ kündigt weitere Aktionen für ein weltoffenes Dresden an

Der Verein „Dresden – Place to be“ plant weitere Aktionen für ein weltoffenes Dresden. Der Hauptorganisator des Bürgerfestes am Montagabend auf dem Neumarkt, der Mediziner Gerhard Ehninger, kündigte für den kommenden Montag Gesprächsgruppen vor dem Schauspielhaus an.

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Quelle: Stephan Lohse

Das „Treffen am Postplatz“ werde um 18 Uhr beginnen. Auch das islamkritische Bündnis Pegida hat für diesen Tag eine weitere Demonstration in Dresden angemeldet. „Wichtig ist die Botschaft, dass es weitergeht. Und es wird weitergehen“, sagte Ehninger gegenüber DNN.

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Eindrücke vom Konzert "offen und bunt für Dresden" am Montagabend auf dem Neumarkt.

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Ehninger wehrte sich vehement gegen Gerüchte, das Konzert mit zahlreichen renommierten Künstlern wie Herbert Grönemeyer oder Sarah Connor sei mit öffentlichen Mitteln finanziert worden. Das sei eine glatte Lüge. Die Künstler seien alle ohne Gage aufgetreten. Für Bühne und Technik sowie weitere Ausgaben seien Gesamtkosten in Höhe von bis zu 200.000 Euro aufgelaufen, so Ehninger. Dafür sei ein Kredit aufgenommen worden, für den er, seine Ehefrau Elisabeth und mehrere Mitstreiter von „Dresden – Place to be“ haften. Bisher seien rund 25.000 Euro Spenden eingegangen, so der Mediziner. Er würde sich freuen, wenn weitere Konzertbesucher spenden würden. „Wenn wir wenigstens einen Menschen glücklich gemacht haben, dann hat die Veranstaltung schon etwas gebracht“, sagte er.

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Ehninger zeigte sich entsetzt über Reaktionen im Internet, die vermutlich von Pegida-Anhängern verbreitet wurden. Er sei auch persönlich auf vielfache Weise bedroht worden, erklärte er. Dabei seien die Grenzen der freien Meinungsäußerung mehrfach überschritten worden. „Der Umgang ist alles andere als freundlich. Hier wird mit sehr harten Bandagen gearbeitet.“

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Die bürgerschaftliche Initiative für ein weltoffenes Dresden ist am Dienstag auf breite Zustimmung bei Politikern gestoßen. Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) erklärte: „Ich danke den Veranstaltern für die Initiative; zeigt es doch eine engagierte Bürgerschaft. Ich freue mich, dass damit deutlich wird, dass die Menschen in Dresden und Sachsen weltoffen und tolerant sind.“ Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) sagte: „Das Fest auf dem Neumarkt war ein sehr kraftvolles Ereignis. Zehntausende Menschen haben ein starkes Zeichen für Toleranz und Weltoffenheit nach innen und außen gesetzt. Viele Dresdner sind offenbar nicht willens, verbale und gewalttätige Angriffe auf Ausländer unwidersprochen hinzunehmen. Ich bin auch richtig stolz auf die vielen Organisatoren um Gerhard Ehninger, die Künstler und Mitarbeiter vom Staatsschauspiel Dresden, von anderen Kultureinrichtungen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen.“

Thomas Baumann-Hartwig

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