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Verdi ruft zu Protest-Aktion am Mittwoch an Dresdner Krankenhäusern auf

Verdi ruft zu Protest-Aktion am Mittwoch an Dresdner Krankenhäusern auf

Die Gewerkschaft Verdi ruft die Beschäftigten in 30 Krankenhäusern in Mitteldeutschland am Mittwoch zu einer Großaktion auf. Ziel ist, auf den Personalnotstand in den Kliniken aufmerksam zu machen.

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Quelle: dpa

Verdi will dies als Signal an die parallel stattfindende Konferenz der Gesundheitsminister in Bad Dürkheim verstanden wissen.

Auch Dresdner Krankenhäuser beteiligen sich an der Aktion, die von 13 bis 13.10 Uhr dauern soll. „Die Beschäftigten des Dresdner Uniklinikums planen eine spektakuläre Aktion“, so Verdi-Sprecherin Monika Conrad, ohne Details zu nennen. Auch Angestellte des Krankenhauses Neustadt, des Krankenhauses Friedrichstadt und des Herzzentrums wollen sich beteiligen.

In den Krankenhäusern fehlen nach einer ver.di-Erhebung 162 000 Beschäftigte, darunter 70 000 in der Pflege. Bei der Aktion am Mittwoch von 13 bis 13:10 Uhr wollen die Beschäftigten die Personalnot sichtbar machen, indem sie Nummernkarten von 1 bis 162 000 hochhalten.

Mit der Aktion machen die Beschäftigten ihrer Enttäuschung über den Gesetzentwurf zur Krankenhausreform Luft, den die Bundesregierung am 11. Juni veröffentlicht hat. „Die Regierung kennt die dramatischen Auswirkungen der Personalnot für Patienten, doch sie handelt nicht ausreichend", so Frank Fischer, Bezirksgeschäftsführer ver.di Dresden/Ostsachsen.

„Wir sind entsetzt, dass die Bundesregierung die Gefährdung von Patienten wissentlich in Kauf nimmt. Ein Pflegeförderprogramm für 1 bis 3,5 Pflegestellen pro Krankenhaus bringt den Patienten nicht die dringend notwendige Verbesserung der Versorgung. Wir brauchen mehr Pflegekräfte, die die Zeit für die Patientenpflege haben. Pflegekräfte nur als Kostenfaktor zu sehen, ist grundsätzlich falsch", so Fischer weiter. Bei einem Nachtdienst-Check der Gewerkschaft in über 200 Krankenhäusern im März 2015 hatten 59 Prozent der Pflegefachkräfte angegeben, dass es in ihrem Nachtdienst in den letzten vier Wochen eine gefährliche Situation für Patienten gegeben hatte, die bei ausreichend Personal vermeidbar gewesen wäre.

Julia Vollmer

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