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Verdi-Warnstreik trifft Dresdner Verkehrsbetriebe und Kitas - Tausende bei Großdemo

Verdi-Warnstreik trifft Dresdner Verkehrsbetriebe und Kitas - Tausende bei Großdemo

Ein Warnstreik der Gewerkschaft Verdi hat am Donnerstagmorgen den öffentlichen Nahverkehr in Dresden teilweise lahmgelegt. Von etwa 3.30 Uhr bis 8 Uhr streikten zahlreiche Fahrer.

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Am Donnerstagmorgen fuhren kene Bahnen und kaum Busse

Quelle: Christoph Springer

Knapp 150 Bahnen und rund 100 Busse blieben im Depot. Bis zu 100.000 Fahrgäste waren betroffen - das ist die Zahl, die die Verkehrsbetriebe in dem Zeitraum normalerweise bewegt.

Nach dem Streikende 8 Uhr rollten die Fahrzeuge nach und nach auf die Straßen und Gleise. Gegen 9.30 Uhr hatte sich der Verkehr soweit normalisiert, dass die meisten Linien wieder fahrplangetreu fuhren, teilten die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) mit. Zum Streik aufgerufen waren die Fahrer der DVB, Thaeter Tours und Satra Eberhardt in Kesselsdorf.  Sie hatten dafür gesorgt, dass die meisten Haltestellen am Morgen leer waren. Nur 35 Busse von Fremdunternehmen waren unterwegs. So fuhren drei Busse auf der "61", auch auf den Linien 62, 72, 75, 77, 88, 89, 90 und 94 waren einzelne Busse unterwegs.

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Dieses Mal wurden aber Notfall-Kitas eingerichtet.

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Vielen Dresdner wichen auf die S-Bahn und den Regionalverkehr RVD aus. Via Hotline und Internet versuchten die Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe, die Anfragen der Kunden zu koordinieren. Die Zahl der Anfragen sei aber unter den Erwartungen geblieben.

Der Streik hatte auch zur Folge, dass viele Dresdner aufs Auto auswichen. Im Berufsverkehr bildeten sich an manchen Orten lange Staus, auch am Mittag waren die Straßen deutlich voller als an normalen Tagen.

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Zum zweiten Mal bleiben viele kommunale Kitas geschlossen.

Quelle: Heiko Weckbrodt

Ebenso sind zahlreiche kommunale Kitas in Dresden geschlossen. Hier wird nach dem 17. März bereits zum zweiten Mal gestreikt. Dieses Mal gibt es allerdings eine Notbetreuung. Nach Angaben der Stadt waren 83 von 154 kommunalen Kitas und Horten geöffnet. „Ich denke, daran hat die offenere und frühzeitigere Informationspolitik der Gewerkschaften einen großen Anteil. Insbesondere für die Eltern haben sich die am Dienstag zwischen Stadt und Gewerkschaft geführten gemeinsamen Gespräche also gelohnt. Die dringendsten Betreuungsbedarfe konnten wir in den bereits am Dienstag kommunizierten neun Notbetreuungseinrichtungen tatsächlich absichern. Das ist ein großer Fortschritt zum letzten Warnstreik“, so Sozialbürgermeister Martin Seidel (parteilos).

Der Dresdner Zoo ergriff die Chance, und spendierte nach eigenen Angaben am Donnerstag allen betroffenen Kindern freien Eintritt.  

"Für die Eltern ist so ein Streik natürlich ein Problem für die Tagesplanung und die Kinder wundern sich, warum so wenig andere Kinder das sind", sagte der Musiker und Vater Kolja Trelle. "Aber wir wurden rechtzeitig informiert. Und den Erzieherinnen geht es ja nicht nur ums Geld, sondern auch um einen besseren Versorgungsschlüssel in den Kitas - daher habe ich im Prinzip Verständnis für den Streik."

Ebenfalls vom Streik betroffen ist der Dresdner Flughafen, wenn auch nur indirekt. Wegen eines Streiks an bundesweit sieben Airports fallen in Klotzsche mehrere Verbindungen von und nach Frankfurt aus. Ob auch die Dresdner Staadtverwaltung oder andere Behörden bestreikt wurden, war zunächst unklar.

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Laut Verdi beteiligten sich bis zu 12.000 Menschen an der Demo.

Quelle: Dominik Brüggemann

Am Vormittag demonstrierten zahlreiche Angestellte des öffentlichen Dienstes aus ganz Sachsen in Dresden. Vom Schützenplatz aus zogen die Demonstranten zunächst zum Landtag und dann weiter in Richtung Hasenberg. Am Mittag ist eine große Abschlusskundgebung auf dem Postplatz geplant. Teilnehmer sprachen von mehr als 10.000 Menschen.

sl

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