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Verband: Einige Kletterwälder haben bei Sicherheit Nachholbedarf – Dresdner werben mit TÜV-Siegeln

Verband: Einige Kletterwälder haben bei Sicherheit Nachholbedarf – Dresdner werben mit TÜV-Siegeln

Kletterwälder und Hochseilgärten sind in Sachsen zu einem beliebten Freizeitvergnügen geworden - aber nicht alle Anlagen sind beim Thema Sicherheit vorbildlich.

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Das Wichtigste beim Klettern ist die richtige Sicherung.

Quelle: dpa

Das ergab eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa. Seit 2004 sind in Sachsen 22 solcher Anlagen entstanden. Mittlerweile ist der Wettbewerb schärfer geworden. „Es gibt einen enormen Nachholbedarf bei der Erhöhung der Sicherheit“, sagte der Pressesprecher vom Fachverband für Kletterwälder (IAPA - International Adventure Park Association), Wolfgang Bünten, in Potsdam. Kletterparks würden teils nicht nach geltenden DIN-Vorschriften gebaut und betrieben.

Jörg Böhm aus Pöhl im Vogtland hatte die Idee für einen Kletterwald nach einem Besuch in Frankreich mitgebracht und war 2004 einer der ersten, der eine dieser Anlagen in Deutschland eröffnete. Jetzt gehören ihm vier Kletterwälder. Er ist überzeugt, dass sich einige seiner Kollegen bewusst einer Überprüfung ihrer Anlagen entziehen und warnt: „Wenn ein Unfall passiert, ist das Image der ganze Branche ruiniert.“ Böhm empfiehlt Lehrern von Schulklassen oder Eltern, sich vor dem Trip auf die Bäume zu vergewissern, ob die Anlage etwa von der IAPA zertifiziert ist.

Die IAPA-Standards bilden die Bau- und Betriebsgrundlage aller in dem Verband zusammengeschlossenen Betreiber von Abenteuerparks. Sie sollen einen professionellen und sicheren Betrieb gewährleisten. Im Internet hat die Organisation eine Übersicht über die von ihr begutachteten Parks zusammengestellt.

Die drei Kletterparks in Dresden und Moritzburg werben mit TÜV-Abnahmen und aktuellen Sicherheitssystemen. So wirbt der Waldseilpark Bühlau mit einem neuen System namens „Smart Belay“, in das der Park erst kürzlich einen sechstelligen Betrag investiert hat. Mit diesem System sei garantiert, dass die Kletterer immer gesichert sind. Genauso wie im Kletterwald Dresdner-Heide im ehemaligen Waldbad Klotzsche gebe es regelmäßige Abnahmen durch den TÜV, beide Anlagen entsprechen nach eigenen Angaben den aktuellen DIN-Normen und werden von erfahrenen Mitarbeitern betreut.

Ein Trabi ist der Blickfang im Kletterpark im Wildgehege in Moritzburg. Das DDR-Kultauto hängt in rund vier Metern Höhe zwischen den Baumwipfeln. „Jeder Klettergarten muss eine Attraktion haben“, sagt Geschäftsführer Michael Grohmann. Sein Klettergarten setzt vor allem auf Familien und Firmen. „Es kommen auch viele Urlauber.“ Ein - freilich abgebremster - Sprung aus 15 Metern Höhe ist eine der größten Herausforderungen für die Kletterer. „Das kostet schon Überwindung“, erzählt Grohmann. Auch seine Parcours seien vom TÜV geprüft und die Hochseilgartentrainer gut ausgebildet.

Der Kletterpark am Stausee in Chemnitz-Rabenstein hat 11 verschiedene Parcours, eine große Anlage mit rund 110 Kletterelementen. „Wir wollen den Leuten in jeder Saison neue Sachen bieten“, sagt Parkchef Olaf Glitzner. Dazu gehört in diesem Jahr Snowboardfahren unter den Baumkronen: an Seilen natürlich, ein Sprung so wie Tarzan an der Liane in ein Netz, die rauschende Fahrt an einer Seilbahn durch den Wald. Dies alles geschehe unter fachkundiger Anleitung, mit Einweisung und entsprechender Sicherungstechnik, versichert Glitzner. Die Anlage sei vom TÜV abgenommen. „Und die DIN-Vorschriften solle man schon einhalten“, sagt er.

„Es gibt Hindernisse, die nur gemeinsam überwunden werden können. Die Leute müssen sich anfassen und einander helfen.“ Im Unterschied zu den Kletterwäldern sind beim Hochseilgarten die Parcours zwischen künstlich gesetzten Holzmasten aufgespannt. Sicherheit habe oberstes Gebot, versichert Schmidt. Die Trainer würden permanent nach dem ERCA-Standard weitergebildet. Die ERCA formuliert als europäischer Verband die Sicherheitsstandards für Seilgärten.

Ralf Hübner, dpa / sl

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