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Veränderungen in der Dresdner Altmarktgalerie: Hugendubel und Douglas reduzieren, H&M kommt

Veränderungen in der Dresdner Altmarktgalerie: Hugendubel und Douglas reduzieren, H&M kommt

Die Dresdner Hugendubel-Filiale in der Altmarktgalerie wird zu Beginn des nächsten Jahres ihre Verkaufsfläche um etwa die Hälfte verkleinern, möchte aber auf jeden Fall weiter am Standort präsent bleiben, wie das Unternehmen mitteilte.

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Mehrere Filialen der Bücherkette Hugendubel wurden in den vergangenen drei Jahren bereits geschlossen. In Dresden steht lediglich eine Verkleinerung an.

Quelle: Hugendubel-Verdi-Infoblog

Einen Nachmieter für die Verkaufsräume hat das Einkaufszentrum bereits gefunden: Auf mehr als 1500 Quadratmetern soll künftig die Modekette H&M residieren.

Ende Januar 2013 soll die bislang auf 1500 Quadratmetern über zwei Etagen angesiedelte Filiale schließen. Nach Unternehmensangaben, die auch Centermanager Thorsten Kemp bestätigte, will die Bücherkette aber in der Altmarktgalerie bleiben und sucht derzeit nach geeigneten Räumlichkeiten, die allerdings mit 600 bis 800 Quadratmetern nur noch die Hälfte der bisherigen Fläche vorhalten sollen.

Auf dem Buchmarkt werde die Luft zunehmend dünner, kommentiert Altmarktgalerie-Chef Kemp. Ausschlaggebend dafür sei vor allem ein Wandel im Kaufverhalten der Kunden, die zunehmend ins Internet abwanderten und Bücher sowie andere mit der Branche verquickte Medien immer häufiger in Online-Kaufhäusern wie Amazon oder Ebay kauften.

Bereits im Jahr 2009 entschied sich daher der Weltbild Verlag, der seine Filialen gemeinsam mit Hugendubel in einem Joint Venture betreibt, zu einer strategischen Neuausrichtung, die auch Hugendubel mitträgt. Von einem Rückbau um bis zu 40 Prozent spricht die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, die seit zwei Jahren erfolglos mit Hugendubel über einen Sozialtarifvertrag für die von Kündigung bedrohten Mitarbeiter verhandelt.

„Diese 40 Prozent betreffen ausschließlich die Buchverkaufsfläche", erklärt Hugendubel-Sprecher Christian Wolfram auf Anfrage von DNN-Online. Auch seien diese nicht ausschließlich zur Schließung vorgesehen, sondern würden teilweise durch weniger verlustanfällige Sortimentgruppen ersetzt.

Dahingehend, ob und wie viele der bislang 15 Mitarbeiter der Dresdner Filiale dann gehen müssten, will das Unternehmen derzeit keine Stellungnahme abgeben. In den letzten drei Jahren schloss Hugendubel unter anderem Filialen in Berlin, Chemnitz und Nürnberg und baute dadurch mehrere Hundert Stellen ab. Zuletzt schloss sogar das Flaggschiff in Berlin-Tauentzien.

Derweil freut man sich in der Altmarktgalerie bereits über einen potenten Nachmieter: „In die beiden Etagen, die bisher Hugendubel belegt, wird im kommenden Jahr die Modekette H&M einziehen", konstatierte Center-Manager Kemp. Der schwedische Konzern soll sogar noch den derzeit noch von der Parfümerie Douglas genutzten Raum im Erdgeschoss dazuerhalten und würde dann über drei Etagen verfügen. Wie Hugendubel befindet sich auch der Douglas-Konzern, der unter anderem die Thalia-Bücherläden betreibt, in einem Neuausrichtungsprozess und will die Dresdner Filiale in der Altmarktgalerie verkleinern.

Jane Jannke

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