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Vandalismus und Flutfolgen setzen dem Dresdner Rosengarten zu

Vandalismus und Flutfolgen setzen dem Dresdner Rosengarten zu

Unter der Überschrift "Staudengarten hui, Rosengarten pfui", hatte die DNN vor zwei Jahren verschmierte Bänke, Unkraut, zum Teil leere Rosenbeete und herumliegenden Müll in der unter Denkmalschutz stehenden Gartenanlage zwischen Carusufer und Elbe kritisiert.

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Eine Gärtnerin rückt im Rosengarten dem Unkraut zu Leibe. Die unter Denkmalschutz stehende Anlage, in der allein 600 Hochstammrosen blühen, ist sehr pflegeintensiv.

Quelle: Christian Juppe

Seitdem hat sich viel verbessert, war unser Eindruck nach erneuten Besuchen.

Nun schrieb erst jüngst wieder eine DNN-Leserin: "Ich bin am Wochenende ... durch den Rosengarten gelaufen. Ein erbärmliches Bild - die gemeine Ackerwinde hat die Rosen auf vielen Beeten voll im Griff und auch ansonsten sieht es ungepflegt aus..." Was ist mit dem Rosengarten los?

Die Kritik am Pflegezustand des Rosengartens wurmt Gärtnermeister Jens Zappe vom Regiebetrieb Zentrale Technische Dienste und, wie er betont, auch seine Kollegen, gewaltig. Denn die gesamte Mannschaft tue was sie kann, damit der Rosengarten als Schmuckstück seine Besucher erfreut.

Jens Zappe liegt die Gartenanlage besonders am Herzen. Er gehört zum Kreis der "Freunde des Rosengartens", einem lockeren Zusammenschluss von Rosenfreunden aus Dresden und Umgebung. Sie haben nicht nur eine Internetseite zum Rosengarten gestaltet, sondern legten z.B. nach dem Rückgang der erneuten Flut im Juni in ihrer Freizeit Hand an, um erhebliche Mengen Müll und Schlamm aus der Anlage zu beseitigen.

Die Schäden im Rosengarten nach dem Junihochwasser waren enorm. Massive Ausspülungen im Bereich der Wege, Beschädigungen an Geländern, Staudenstützen und den Palisaden der Böschungssicherung, Totalschaden an der wassertechnischen Anlage im Bereich der Pumpensteuerung und der Schaltkästen, ein durch Sand und Schlamm nur eingeschränkt funktionierendes Beregnungssystem sind nur wenige Beispiele. "Derzeitig nicht absehbar ist der Schaden an den Rosen, welche komplett oder auch nur teilweise unter Wasser gestanden haben....", heißt es aus der Stadtverwaltung auf eine Anfrage der DNN. "Hinzu kommt, dass mit dem Flutschlamm auch enorm viel Unkrautsamen in den Rosengarten gespült wurde. Um das wieder einigermaßen in den Griff zu bekommen, braucht es Jahre", seufzt Zappe.

Laut Stadt wird der Rosengarten 52mal im Jahr gereinigt. Vor allem im Sommer, wenn an der Elbe gegrillt und gefeiert wird, sind zusätzliche Einsätze nötig - nur um den Müll im Park zu beseitigen. "20 Prozent der Arbeitszeit verbringen wir Gärtner damit, Müll aufzulesen", so Zappe. Zeit, die fehlt, um z.B. dem Unkraut zu Leibe zu rücken, Hecken zu schneiden und sich den pflegeintensiven Rosen zu widmen.

Nicht nur diejenigen, die ihren Müll im Rosengarten achtlos wegwerfen, treiben Jens Zappe und der gesamten Gärtnermannschaft die Zornesröte ins Gesicht. Immer wieder werden Müll- eimer, Mauern und Skulpturen beschädigt, Graffitis gesprüht, Rosen für Blumensträuße abgeschnitten. "Es wurde sogar schon auf einer Bank gegrillt", ist Jens Zappe empört. Ebenso ärgert er sich, wenn Sportler Dehnungsübungen auf Parkbänken machen und sie damit aus der Verankerung reißen oder mit Nordic-Walking-Stöcken ohne Schutz die Sächsische Wegedecke malträtieren. Nicht immer finden die Appelle der Gärtner bei den Hobbysportlern Gehör.

Eines ist jedoch auch offensichtlich: Immer weniger Fachkräfte müssen sich um immer mehr städtische Grünflächen kümmern. Da ist die Frage, wie die Stadt Dresden, die ja das Stadtgrün als wichtigen Standortfaktor sieht, künftig Prioritäten setzt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 25.09.2013

Catrin Steinbach

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