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VW in Zwickau profitiert vom neuen Golf: Die Produktion läuft vier Wochen vor dem deutschen Marktstart auf Hochtouren

VW in Zwickau profitiert vom neuen Golf: Die Produktion läuft vier Wochen vor dem deutschen Marktstart auf Hochtouren

Der neue Golf sorgt im Zwickauer VW-Werk für gute Auslastung. Die Produktion des Modells sei hervorragend angelaufen, sagte Werkssprecher Gunter Sandmann den DNN.

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Golf-VII-Produktion in Zwickau.

Quelle: pd

Zwickau . Ein Drosseln der Produktion wie im VW-Werk Emden ist in Zwickau daher kein Thema. Und auch konzernweit sorgt der Golf VII für Optimismus.

Von Frank Johannsen

"Mit dem neuen Golf bringen wir unser wichtigstes Fahrzeug an den Start", sagte gestern Vertriebsvorstand Christian Klinger in Wolfsburg. Am 11. November kommt der Golf VII in die Autohäuser. Seit 5. September kann er bestellt werden. "Mit den bisher über 15 000 Vorbestellungen sind wir sehr zufrieden." Trotz der zunehmenden Absatzschwäche in Europa bleibe er für die Marke VW-PKW daher optimistisch.

Für die ersten neun Monate konnte er schon einmal einen Rekord verkünden: Mit 4,21 Millionen verkaufter Fahrzeuge - fast elf Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum - wurde erstmals schon nach neun Monaten die Vier-Millionen-Marke überschritten. Das hat der Konzern aber vor allem dem satten Wachstum in China (plus 17 Prozent) und den USA (plus 37 Prozent) zu verdanken. In Europa lag der Absatz dagegen exakt auf Vorjahresniveau, in Westeuropa ging er sogar um sechs Prozent zurück. Selbst auf dem deutschen Heimatmarkt konnte VW die Vorjahreszahl nicht ganz erreichen.

Produziert wird der Golf VII schon seit Mitte August - sowohl in Wolfsburg als auch in Zwickau. "Der neue Golf läuft wirklich hervorragend", sagte Sandmann. Bis zu 650 Wagen des Typs können in Zwickau pro Tag gebaut werden. Von dieser Zahl sei man derzeit noch entfernt. "So weit sind wir aber noch nicht." Denn parallel läuft auch noch der Vorgänger vom Band. - aber nur für den Export. "Wir machen den Modellwechsel ja nicht weltweit zum gleichen Zeitpunkt", erläuterte Konzernsprecher Enrico Beltz. Deshalb bleibe der Golf VI in einigen Auslandsmärkten noch etwas im Angebot.

In Deutschland dagegen ist er seit der Präsentation des Nachfolgers Anfang September nicht mehr als Neuwagen bestellbar. Dort, wo der Golf VII erst später kommt, sei das Interesse am Vorgänger nach wie vor groß, sagte Vertriebschef Klinger. In Wolfsburg wird er daher sogar zwei Monate länger als geplant produziert - mindestens bis Jahresende. Eigentlich sollte Ende Oktober Schluss sein. In Zwickau hält man dagegen am bisherigen Schlusstermin fest. "Wir bauen den erst mal bis Ende Oktober. Dann sehen wir weiter", sagte Sandmann.

Ganz anders sieht es beim Passat aus, der in Zwickau ebenfalls gebaut wird. Betriebsratschef Bernd Osterloh hatte jüngste gewarnt: "Die Probleme in Europa treffen uns besonders beim Passat." Denn das Modell sei vor allem bei Geschäftskunden beliebt. Und gerade die würden Bestellungen jetzt aufschieben. Im Passat-Werk in Emden ruhte deswegen in der vergangenen Woche zwei Tage lang die Produktion, was den Mitarbeitern nach dem Tag der Deutschen Einheit zwei Brückentage bescherte. In Zwickau sei so etwas bisher nicht erforderliche gewesen, sagte Sandmann. Da hier Golf und Passat gebaut würden, könne man Schwankungen besser ausgleichen als die Kollegen im reinen Passat-Werk Emden. "Aber wir beobachten das sehr genau."

Zwickau: Im Mai 1990 rollte im Trabant-Werk der erste VW Polo vom Band, wenig später wurde der Grundstein für eine neue Autofabrik gelegt. Heute montieren 8650 Mitarbeiter Golf und Passat.

Chemnitz: Schon in den 80ern baute das IFA-Motorenwerk Chemnitz in Lizenz VW-Motoren für den Wartburg 1.3. Nach der Wende übernahm VW den Standort. 1250 Mitarbeiter fertigen hier heute Motoren unter anderem für den Golf.

Dresden: Für das neue Oberklassemodell Phaeton eröffnete VW 2002 die Gläserne Manufaktur. 500 Mitarbeiter montieren hier das VW-Spitzenmodell. Die Karosserien kommen aus Zwickau.

Leipzig: Mit der Eingliederung von Porsche im August gehört jetzt auch das 2002 eröffnete Leipziger Werk des Sportwagenbauers zum VW-Konzern. Rund 1000 Mitarbeiter montieren hier Cayenne und Panamera, 2013 folgt der Macan.

Plauen: Bei Neoplan fertigen 600 Mitarbeiter Reisebusse. Seit der Schließung des einstigen Stammwerks in Bayern 2009 ist Plauen das Hauptwerk von Neoplan. Das Unternehmen gehört zu MAN, wo VW seit Juni die Mehrheit hält.

joh

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 10.10.2012

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