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VEM Sachsenwerk für DNN-Wirtschaftspreis "So geht's aufwärts 2013" nominiert

VEM Sachsenwerk für DNN-Wirtschaftspreis "So geht's aufwärts 2013" nominiert

Arbeitsplätze entstehen nicht aus dem Nichts: Hinter ihnen stehen unternehmerische Entscheidungen, die mitentscheiden, ob die Sachsen Lohn und Brot haben. Besondere Erfolgsgeschichten würdigen die "Dresdner Neuesten Nachrichten" mit dem DNN-Wirtschaftspreis "So geht's aufwärts".

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Ein Sachsenwerk-Mitarbeiter justiert einen Läufer in einem tonnenschweren Walzwerk-Motorgehäuse.

Quelle: Arno Burgi/VEM

In diesem Jahr hat eine Jury aus Vertretern der DNN, des sächsischen Wirtschaftsministeriums, der Ostsächsischen Sparkasse, der Industrie- und Handelskammer sowie der Handwerkskammer Dresden zehn solcher Unternehmen nominiert, die auf die eine oder andere Art herausragen. Die drei Preisträger werden auf einer Festveranstaltung im September bekanntgegeben. Im Vorfeld porträtieren die DNN die Nominierten. Zum Auftakt stellen wir das Sachsenwerk in Dresden vor.

Wer heute im Urlaub mit einem Kreuzfahrtschiff die Meere überquert, die Akropolis in Athen mit öffentlichen Verkehrsmitteln ansteuert oder in der Londoner U-Bahn herumdüst, wird dabei mit einiger Wahrscheinlichkeit von Dresdner Technik angetrieben. Denn die Elektromotoren und Generatoren, die im Sachsenwerk in Niedersedlitz gefertigt werden, sind weltweit im Einsatz: in Lokomotiven und Schiffen ebenso wie in Zementwerken und Windkraftparks. Erst kürzlich haben die zur VEM-Gruppe gehörenden Dresdner einen drei Millionen Euro schweren Auftrag aus Polen erhalten. Dort will der Fahrzeughersteller PESA die VEM-Motorgetriebe in neuartige dieselelektrische Lokomotiven einsetzen.

Einen guten Ruf als Elektromaschinenbauer hat das Sachsenwerk seit jeher: Vor 100 Jahren, am 3. März 1903, aus mehreren Vorgängerbetrieben mit etwa 2000 Mitarbeitern gegründet, arbeitete sich das Unternehmen binnen kurzer Zeit zu einem führenden Anbieter im Reich hoch, lieferte beispielsweise die Straßenbahn-Motoren für den legendären "Hecht-Wagen", machte sich mit ausgeklügelten Radiogeräten einen Namen, rüstete das Pumpspeicherwerk Niederwartha mit Generatoren aus und schnappte sich viele andere Großaufträge.

Qualität überzeugt

Auch zu DDR-Zeiten war das Unternehmen einer der größten Arbeitgeber in Dresden und profilierte sich zum Schlüsselzulieferer für die gesamte DDR-Wirtschaft - und darüber hinaus. Damals kam auch die Dachmarke "VEM" ("Vereinigung Volkseigener Betriebe des Elektromaschinenbaus") auf, die das Sachsenwerk bis heute nutzt.

Wie viele andere sozialistische Großbetriebe stürzte die politische Wende 1989/90 das Sachsenwerk in eine tiefe Krise. Massenentlassungen waren die Folge, die Belegschaft dezimierte sich von einst 4800 auf rund 400 Mitarbeiter, der Umsatz fiel von 300 Millionen DDR-Mark auf umgerechnet 20 Millionen Euro.

Die Neuausrichtung nach der Übernahme durch den Blaubeurer Unternehmer Adolf Merckle ab 1997 trug indes nach und nach Früchte: Als Leitbetrieb des neu geschmiedeten VEM-Verbundes - der heute vier Fabriken sowie zahlreiche Vertriebsstätten rund um den Globus umfasst - konnte sich das Sachsenwerk wieder international behaupten, überzeugte mit Qualität, Innovationsgeist und Spezialisierung viele Kunden. Mittlerweile hat die VEM-Gruppe 1700 Mitarbeiter, darunter 612 in Dresden - Tendenz: steigend. Am Hauptstandort Dresden legte der Umsatz im vergangenen Jahr um 5,9 Prozent auf 117,4 Millionen Euro zu.

Im ersten Halbjahr 2013 ermattete der Rückenwind für die Sachsenwerker: Sorgten die übermannshohen Generatoren für Windkraftanlagen lange Zeit für Wachstum, stagnieren die Auftragseingänge aus dieser Branche inzwischen. Allerdings habe man diese Flaute nun mit neuen Ordern aus dem Verkehrs- und Industriesektor ausgleichen können, betonte Sprecherin Steffi Ehrentraut. Zudem profiliere sich der Verbund zunehmend erfolgreich als Rundum-Dienstleister und Systemanbieter. Für seine erfolgreiche Innovationsstrategie, die Jobs in Ostdeutschland rettete und neue schuf, wurde das Unternehmen nun für den DNN-Wirtschaftspreis nominiert.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 23.07.2013

Heiko Weckbrodt

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