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Unternehmerinnen in Dresden: Katharina Bania leitet Softwareschmiede Comarch AG

Unternehmerinnen in Dresden: Katharina Bania leitet Softwareschmiede Comarch AG

"Eine gesunde Mischung aus Frauen und Männern in Führungsetagen ist wichtig - das macht ein Unternehmen leistungsfähiger", ist Katharina Bania überzeugt. Die 34-jährige Juristin muss es wissen.

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Katharina Bania

Die in Ortelsburg in den polnischen Masuren Geborene leitet in Dresden die Comarch AG (23 Millionen Euro Jahresumsatz) und die ist in einer Sparte unterwegs, die gängige Vorurteile eher den Männern zuschreiben, nämlich Computerprogramme. 90 Mitarbeiter hat sie da unter sich, 60 Prozent davon Männer - vor allem Programmierer. "Mit Software hatte ich vorher so gut wie nie etwas zu tun gehabt", erinnert sich Bania an ihren "Amtsantritt" vor sieben Jahren. "Das war für mich wie ein Sprung ins kalte Wasser."

Aber gerade diese Branche habe eben auch gewisse eigene Gesetze, die sie von traditionellen Industriebetrieben unterscheiden, betont Bania. "Wir haben hier viele junge Leute, da steht man als Frau nicht einem erfahrenen älteren Herrn gegenüber, der einen nur belächelt", sagt sie. "Und die Programmiererabteilung wird außerdem von einer Frau geleitet, da kann man vieles einfacher besprechen."

Dass männliche und weibliche Führungskultur aufeinander stoßen, sei eher bei Sitzungen in der polnischen Muttergesellschaft zu spüren: "Das sind dort alles Männer und da bemerkt man schon öfter mal die Spezifika männlicher Monokulturen mit ihren Machtspielchen." Oft seien da Zweifel erahnbar gewesen, ob sie es - als Frau - wohl wirklich schaffen werde, diesen oder jenen lukrativen Kunden wirklich zu überzeugen, seinen Vertrag mit Comarch abzuschließen und nicht mit der Konkurrenz.

Anfangs habe sie diese männlichen Techniken mitgemacht, aber dies dann doch durchbrochen - und das Unternehmen sei nicht schlecht damit gefahren, ist Bania überzeugt.

"Männliche Chefs zum Beispiel gehen vorzugsweise ohne Begleitung zum Kunden, um das im Alleingang durchzuziehen", sagt sie. "Ich gehe kommunikativer vor und beziehe zum Beispiel mein Team mit ein." Und auch auf die Binnenkultur eines Unternehmens habe es Einfluss, wenn eine Frau und nicht ein Mann an der Spitze stehe. "Das ist einfach ein anderes Miteinander, ein vertrauensvolleres", glaubt sie. "Zu mir können die Mitarbeiter auch direkt kommen, wenn sie Probleme haben - ich weiß nicht, ob sie das auch so tun würden, wenn der Chef ein Mann wäre." Heiko Weckbrodt

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.03.2012

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