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Unternehmer sehen Dresden kritisch: Toleranz und Weltoffenheit lassen zu wünschen übrig

Unternehmer sehen Dresden kritisch: Toleranz und Weltoffenheit lassen zu wünschen übrig

90 Prozent der Dresdner Unternehmer sind mit dem Wirtschaftsstandort Dresden zufrieden oder sehr zufrieden. Das ist das Ergebnis einer Befragung des Instituts für Kommunikationswissenschaft der TU Dresden im Auftrag der Stadtverwaltung.

Danach würden drei Viertel der befragten Unternehmer wieder Dresden als Standort wählen, wenn sie noch einmal entscheiden müssten. Die Unternehmer sehen auch die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Dresden positiv, ermittelten die Forscher von der TU.

Das Institut hatte bereits 2012 Unternehmer befragt. Damals bezeichneten 82 Prozent Dresden als guten Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort, diesmal waren es nur 75 Prozent. Auch die Zufriedenheit mit der Wohnraumverfügbarkeit, Sicherheit und medizinischen Versorgung ist im Vergleich zu 2012 um bis zu elf Prozentpunkte gesunken. Mit Toleranz und Weltoffenheit der Stadt waren 2012 noch 60 Prozent der Befragten sehr oder eher zufrieden, nun sind es nur noch 48 Prozent.

Bei aller Zufriedenheit mit dem Standort werden neben Toleranz und Weltoffenheit die Höhe der Steuern und die Immobilien- und Mietpreise von den Unternehmern kritisch gesehen, fassen die TU-Forscher zusammen. Die wichtigsten harten Standortfaktoren sind für Wirtschaftsexperten die Breitbandverfügbarkeit, die Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte und das Gehalts- und Lohnniveau. Mit der Breitbandverfügbarkeit sind 60 Prozent der Unternehmer zufrieden, während vor allem große Betriebe die Verkehrsanbindung Dresdens kritisierten.

"Für die Ausrichtung der Aufgaben der Wirtschaftsförderung der Stadt ist es wichtig zu wissen, wie die ansässigen Unternehmen den Standort bewerten und welche Anforderungen sie an diesen stellen", erklärte der Erste Bürgermeister Dirk Hilbert (FDP). Er hob gleichzeitig mahnend den Zeigefinger: Dresden verfüge nur noch über 168 000 Quadratmeter vermarktbare Gewerbeflächen. Im Doppelhaushalt 2015/2016 seien keine Investitionsmittel für die Erschließung neuer Flächen eingeplant. Wenn dafür auch künftig keine Gelder eingestellt würden, könne die Stadt mittelfristig die Nachfrage nicht mehr bedienen, so Hilbert.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.06.2015

Thomas Baumann-Hartwig

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