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Unternehmer Saal päppelt Werft in Dresden-Laubegast mit Millionen auf

Unternehmer Saal päppelt Werft in Dresden-Laubegast mit Millionen auf

Rund zwei Millionen Euro will der Siegener Reinhard Saal bis zum Herbst in die Werft in Laubegast investiert haben. Das sagte der Eigentümer des Traditionsunternehmens gestern bei einem Besuch von Innenminister Markus Ulbig (CDU) in dem Unternehmen an der Österreicher Straße.

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Der Besitzer der Werft, Reinhard Saal, in der neu gestalteten Produktionshalle der Bootsmanufaktur Schaaf, die hier ein neues Domizil gefunden hat.

Quelle: Dietrich Flechtner

Dann soll die Sanierung des historischen Fabrikgebäudes abgeschlossen sein, das parallel zur Grundstücksgrenze nahe der Hauptstraße steht. Saal, der die Werft vor knapp einem Jahr übernommen hat, will sie in veränderter Form erhalten. Künftig sollen nicht mehr alle nötigen Gewerke für den Bau und die Sanierung von Schiffen unter einem Dach vereint sein, vielmehr sollen in einer Art Handwerkerhof bei Bedarf einzelne Angebote gebucht werden können.

Die Werft hat der Siegener, der mit der Wartung und dem Verkauf von Minifotolaboren zu Wohlstand gekommen ist und in Dresden auch am Herzogin Garten baut, im Juni 2013 aus der Insolvenz übernommen. Unbestätigten Angaben zufolge musste er damals rund 1,6 Millionen Euro für die Gebäude und Anlagen bezahlen.

Eine Tischlerei, eine Stahlbauwerkstatt und die Bootsmanufaktur Schaaf, die früher in der "Zeitenströmung" an der Königsbrücker Straße zu Hause war, sollen künftig in dem sanierten Gebäude unterkommen. Während die Bootsbauer dort bereits arbeiten, müssen die Räume für die Tischlerei und die Stahlwerkstatt noch hergerichtet werden. "Das machen wir selbst", sagte Saal gestern mit Blick auf Einbauten wie neue Treppen und Galeriegänge. Parallel dazu werden auf den Galerien Büros, Duschen und Umkleideräume eingebaut.

Auch die Werftverwaltung soll künftig in dem mehr als 100 Meter langen Werkstatthaus unterkommen, das ehemalige Verwaltungsgebäude sollen neue Mieter beziehen. Dort residiert bereits die Dresdner Bootsschule Riedel im Erdgeschoss. Noch während sich Minister Ulbig das neue Werftkonzept erklären ließ, schraubten Mitarbeiter der Bootsschule Firmenschilder ans Gebäude.

Reinhard Saal versprach gestern, dass sein Handwerkerhof auch in Zukunft vor allem Werft sein wird. Elf Aufträge habe die Saal Werft GmbH bereits erledigt. Vorarbeiter Falk Neumann sagte den DNN, fünf Aufträge seien von den Verkehrsbetrieben gekommen. Die Fähren "Johanna", "Caroline" und "Elbflorenz" seien bereits in Laubegast gewesen, demnächst würden die "Erna" und die "Schlossfähre" erwartet. Außerdem habe die Werft mehrere Anlegestellen für die Sächsische Dampfschiffahrt auf Vordermann gebracht. Dabei handelte es sich allerdings in keinem Fall um einen Großauftrag, räumte Saal ein.

Auf geldintensivere Aufträge hofft er nach der aktuellen Ausflugssaison, wenn im Herbst die Dampfer "Dresden", "Wehlen", "Diesbar", Krippen", "Meißen" und "Pillnitz" für den Schiffs-Tüv fit gemacht werden müssen. Die Slipanlage, mit der die Schiffe aus dem Wasser geholt werden und die als technisches Denkmal erhalten werden muss, sei einsatzbereit, sagte Neumann.

Seinen Vorgängern stellte Saal gestern ein schlechtes Zeugnis aus. Die Werft sei kein "angestaubtes Museum" gewesen, wie er vermutet habe. "Tonnen an Schrott und Geröll" hätten seine sechs Mitarbeiter und diverse Baufirmen vom Gelände geräumt, Metall aus dem Erdreich geborgen, selbst Öl- und Benzinkanister seien vergaben gewesen.

Künftig soll der Elberadweg wieder übers Werftgelände führen, kündigte der Unternehmer an. Einen Teil des ursprünglichen Verlaufs kann man zwischen Fluss und ehemaligem Kraftstofflager bereits erkennen. Wann der Radweg wieder benutzt werden kann und der von Saal avisierte Biergarten auf dem Gelände erste Gäste empfängt, ist noch völlig offen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.05.2014

Christoph Springer

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