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Uniklinikum Dresden transportiert Gewebe und Blut mit Druckluft

In Windeseile per Rohrpost Uniklinikum Dresden transportiert Gewebe und Blut mit Druckluft

Zuverlässig von A nach B per Druckluft - im Universitätsklinikum Carl Gustav Carus wurde gestern der Grundstein für eine hochmoderne Rohrpostanlage gelegt. Mit der Millioneninvestition wird der Transport von Gewebe- und Blutproben auf dem Gelände schneller und unkomplizierter.

Für einen schnellen Transport per Druckluft: Christian Pohlenz, Techniker für Automatisierungstechnik und Teilprojektleiter der Rohrpostanlage am Uniklinikum, zeigt den ersten Bauabschnitt des hochmodernen, unterirdischen Systems.

Quelle: D. Flechtner

Dresden. Zuverlässig von A nach B per Druckluft - im Universitätsklinikum Carl Gustav Carus wurde gestern der Grundstein für eine hochmoderne Rohrpostanlage gelegt. Mit der Millioneninvestition wird der Transport von Gewebe- und Blutproben auf dem Gelände schneller und unkomplizierter. Bisher wird er von Boten übernommen. Ab 2018 kann der erste Teil des großen Rohrpostsystems in Betrieb genommen werden und in Minutenschnelle die Kapseln mehrere Kilometer transportieren.

Die neue Rohrpostanlage schließt sich an das Bauvorhaben des Hauses 32 an. Dort entsteht eine neue chirurgische Notaufnahme sowie ein zusätzliches OP-Zentrum. Zu dem derzeit größten Krankenhaus-Bauvorhaben Sachsens kommt nun die Installation einer der größten Rohrpostanlagen der Welt hinzu. Der erste Bauabschnitt der Anlage mit 18 Stationen, der bis Frühjahr 2018 fertiggestellt werden soll, erstreckt sich auf gut vier Kilometern. Die Stationen werden im Neubau, im angrenzenden chirurgischen Zentrum sowie in den Instituten für Pathologie sowie für klinische Chemie und Labormedizin eingebaut.

Das Uniklinikum profitiert bei der Inbetriebnahme der Anlage von den Erfahrungen des Leipziger Uniklinikums, das bereits seit Längerem über eine moderne Rohrpostanlage verfügt. Binnen zehn Minuten sollen Gewebe- und Blutproben sowie andere Flüssigkeiten vollautomatisch beim Empfänger sein. Dieser Zeitgewinn kommt den Patienten und den Ärzten zugute. So können Chirurgen schon während einer Krebsoperation sichergehen, dass das bösartige Gewebe vollständig entfernt wurde. Derzeit werden die Gewebe-proben von Kurieren zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Auto vom OP zur Pathologie gebracht. Das dauert etwa 20 Minuten.

Langfristig geht es bei dem Mammutprojekt darum, alle an der Krankenversorgung beteiligten Gebäude an das ringförmige Rohrpostsystem anzuschließen. "Für den ersten Bauabschnitt planen wir eine Million Euro ein. Für die gesamte Anlage werden es etwa sechs bis sieben Millionen sein", so Wilfried Winzer, Kaufmännischer Vorstand des Uniklinikums. Geplant ist, dass in zehn Jahren insgesamt 175 Stationen zu der Rohrpostanlage gehören, die jeden Tag bis zu 6000 Sendungen vollautomatisch über den Campus schicken.

Juliane Just

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