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Uniklinikum Dresden eröffnet neue Spezialstation für Mütter und Kinder

Uniklinikum Dresden eröffnet neue Spezialstation für Mütter und Kinder

Nein. Sind so winzige Hände, klitzeklitzekleine Hände. Hautfarbene Lebenspunkte, die zwischen Stoffwindelweiß blitzen. Wer diese Wunder nie gesehen hat, mag es nicht glauben.

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Sandy Wötzel gehört zu den ersten Patienten der neuen Station. Sie ist stolze Mutter der drei Tage alten Zwillinge Stella und Oskar.

Quelle: Christian Juppe

Sind so kleine Hände. Knapp 200 Gramm hat das leichteste Baby gewogen, das Reinhard Berner, Direktor der Uniklinik für Kinder und Jugendmedizin, mit seinem Team einmal großgezogen hat. Eine Handvoll Leben. So schwer wie zwei Tafeln Milka-Schokolade.

Die medizinische Versorgung ist in Dresden auf hohem Niveau, hier gibt es weniger tote Säuglinge als sonst irgendwo in der Republik, das hat die aktuelle Studie eines Magdeburger Arztes belegt. Doch: Die reine Medizin ist viel, aber nicht alles. Nachdem es den Neonatologen des Dresdner Uniklinikums in den letzten Jahren darum ging, das Überleben der Frühchen zu sichern, rückt nun die Entwicklung der Kinder in den Vordergrund.

"Die ersten Wochen nach der Geburt eines Babys sind die wichtigste Zeit für eine gesunde Mutter-Kind-Bindung", erklärt Mario Rüdiger, Leiter der Neonatologie am Uniklinikum. Bislang mussten Eltern zur Behandlung von ihren kranken Kindern getrennt werden. Das Uniklinikum hat nun - als eines der ersten Krankenhäuser in Deutschland und mit Unterstützung der DNN - eine Spezialstation eröffnet. Die Mütter können nun nach der Geburt bei ihren Babys bleiben, sie stillen, in die Arme nehmen, ihrem Atem lauschen. Insgesamt acht Betten stehen für Mütter und zwölf Betten für Säuglinge bereit. "Damit gelingt uns ein Quantensprung in der Versorgung", sagt Kinderklinikleiter Berner. Mehrere Jahre hätten die Ärzte auf die Spezialstation hingearbeitet. "Die Station ist ein Meilenstein für die Entwicklung der Kinder", erklärte Frauenklinikdirektorin Pauline Wimberger. Ein interdisziplinäres Team kümmere sich um die Versorgung der Babys, aber auch die der Eltern. Schon jetzt gebe es großen Zuspruch.

Sandy Wötzel gehört zu den ersten Müttern auf der neuen Station. Ihre Zwillinge Stella und Oskar haben erst vor zwei Tagen das Licht der Welt erblickt. Weil sie noch frisch und schwach sind, müssen sie zur Überwachung im Klinikum bleiben. Zum Glück zu dritt. Andernfalls hätte Sandy allein zurückkehren müssen, nach Hause, ohne Kinder, mit leeren Armen. "Die Langzeitentwicklung der Kinder wird durch familiäre Bindungen maßgeblich beeinflusst, diese gilt es zu stärken und zu fördern", sagt Mario Rüdiger, Leiter der Neonatologie. Viele Eltern seien nicht nur von der frühen Geburt ihres Kindes überrumpelt, sondern auch geschockt, wenn ihr Kind in Lebensgefahr geschwebt hat. Das Frühgeborene auf der anderen Seite könne noch nicht ausreichend Signale aussenden. Umso wichtiger sei es, dass Mütter und Kinder früh eine Beziehung zueinander finden. Eine ständige Überwachung der Kinder wird durch ein Monitorsystem möglich, welches die Dresdner Kinderhilfe über DNN-Spenden mit finanzieren konnte. "Diese Überwachung ist lebensnotwendig", erklärt Berner. Im letzten Jahr hat das Uniklinikum allein 400 Frühgeborene versorgt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.09.2013

Tominski, Katrin

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