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Uniklinikum Dresden erhält neues OP-Zentrum

Uniklinikum Dresden erhält neues OP-Zentrum

Das Dresdner Uniklinikum erhält eine neue chirurgische Rettungsstelle mit einem hochmodernen OP-Zentrum. Insgesamt 17 Operationssäle werden dort einschließlich der Räume für die Notoperationen in Zukunft zur Verfügung stehen.

Darüber informierte Wilfried Winzer, kaufmännischer Vorstand des Uniklinikums, auf DNN-Anfrage. "Im dem OP-Zentrum versorgen wir unsere Patienten auf höchstem medizinischen Niveau", sagte Winzer. "Durch die Anbindung an die Rettungsstelle können wir die Notfälle in kürzester Zeit behandeln."

Geplant sind auch Säle für SpezialOperationen mit "neuester Medizintechnik". Unter anderem soll speziell für neurochirurgische Eingriffe ein OP-Saal entstehen, in dem neben den Operationen auch Magnetresonanztomographien durchgeführt werden können. Für minimal-invasive Eingriffe - bei denen nur winzige Schnitte gesetzt werden - steht den Ärzten bald ein Hybrid-OP-Saal mit einer Vielzahl bildgebender Verfahren auf Basis modernster Computertechnik zur Verfügung. Besonders vorteilhaft ist laut Winzer die Bündelung der OPs in einem einheitlichen Bereich. Damit entstünde eine große hoch-sterile Zone.

Für den Neubau werden insgesamt etwa 9700 Quadratmeter Nutzfläche geplant. Die neue chirurgische Rettungsstelle ist auf eine Kapazität von etwa 39 000 Notfällen im Jahr ausgerichtet. Bislang versorgen die Mediziner in der chirurgischen Notaufnahme jährlich etwa 36 000 Menschen in Not. Ausgelegt ist die Rettungsstelle jedoch ursprünglich nur als Provisorium für die Versorgung von 18 000 Notfällen. "Unsere Rettungsstelle ist hoffnungslos überlaufen und überlastet", erklärte Winzer. Das soll sich jetzt ändern.

Das Planungskonzept für die chirurgische Rettungsstelle und das OP-Zentrum will das Uniklinikum noch im November verabschieden. Läuft alles gut, ist die Entwurfsplanung bis Ende April nächsten Jahres fertig. Der Baubeginn ist für das Frühjahr 2015 geplant.

Bis dahin stehen noch umfangreiche Vorarbeiten auf dem Programm. Bereits jetzt verlegen Experten eine neue Fernwärmetrasse, um die neue Rettungsstelle und das OP-Zentrum zu versorgen. Außerdem entsteht eine komplett neue Anschlussstelle für die Versorgung mit Strom, Daten, Telekommunikation und sämtlicher Infrastruktur zur medizinischen und pflegerischen Versorgung.

Das neue OP-Zentrum mit chirurgischer Notaufnahme soll auf dem Gelände des heutigen Haus 32 entstehen. Dieses beherbergt bislang zwar noch das Universitätskrebszentrum Dresden (UCC) und das Schmerzzentrum, diese Bereiche ziehen jedoch schon im nächsten Jahr in das Haus 2 und das Haus 5 um. "Das Altgebäude wird komplett abgerissen", sagte Winzer.

Bis voraussichtlich zum Jahr 2018 wollen die Experten des Uniklinikums das neue fünfstöckige Gebäude fertiggestellt haben. Die Rettungsstelle wird im Erdgeschoss angesiedelt, der OP-Trakt in der zweiten und dritten Etage. In der vierten und fünften Etage sind Patientenzimmer geplant. Zusätzlich hält das Uniklinikum Flächen für Forschung sowie die Ausbildung von Ärzten bereit. Langfristig werden auch die Häuser 58 (chirurgische Rettungsstelle) und 59 (chirurgisches Zentrum mit Radiologie und Neurochirurgie) saniert und in das neue OP-Zentrum integriert. In diesem Zusammenhang verlegen die Experten auch den Weg vom Hubschrauberlandeplatz direkt in den Neubau.

Die neue chirurgische Rettungsstelle wird zudem in zwei separate Bereiche für Erwachsene und Kinder geteilt. "Wir behandeln teilweise schwerste Unfallopfer, erklärt Winzer. "Diese teilweise sehr blutigen Notfälle, möchten wir den Kindern und ihren Familien nicht zumuten."

Neben der chirurgischen Notaufnahme versorgen Mediziner und Pfleger bereits jetzt viele Notfälle in der konservativen Rettungsstelle des neuen Diagnostisch-Internistisch-Neurologischen Zentrums (DINZ). Für die Notfallbehandlung stehen dort drei Untersuchungs- und Behandlungsplätze sowie ein Schockraum zur Verfügung. Schwerpunkt dieser Rettungsstelle ist die Akutversorgung von Schlaganfall-Patienten oder Menschen, die vom Notarzt eingewiesen und von anderen Kliniken übernommen werden.

Wie viel das medizinische Großvorhaben kosten wird, kann bislang nur geschätzt werden. Das Uniklinikum ist bei der Finanzierung auch auf die nächsten Haushaltsverhandlungen des Freistaates Sachsen angewiesen. Erst wenn diese abgeschlossen sind, gibt es ein klares finanzielles Zeichen. Fest steht jedoch, dass es sich bei den Kosten um einen hohen zweistelligen Millionenbetrag handelt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.11.2013

Tominski, Katrin

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