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Uniklinik Dresden ist wieder in der Gewinnzone

Uniklinik Dresden ist wieder in der Gewinnzone

Erleichterung in der Johannstadt: Nachdem das Dresdner Uniklinikum im Jahr 2011 erstmalig nach acht Jahren ins Minus abgerutscht war, schreibt es nun wieder schwarze Zahlen.

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Quelle: Leonie Born

Darüber informierte Michael Albrecht, medizinische Vorstand auf DNN-Anfrage.

Im Jahresabschluss für das Jahr 2012 konnten die Ökonomen ein Plus von 4,5 Millionen Euro verbuchen. „Wir freuen uns über das rundum gute Ergebnis“, erklärte Albrecht. Nur wenn das Klinikum auf finanziell gesunden Füßen stehe, könne es eine optimale Versorgung in allen medizinischen Teilbereichen mit modernster Technik und aktuellsten Forschungserkenntnissen gewährleisten. Ein Jahr zuvor hatten sich die Verluste allein aus dem operativen Geschäft noch auf 3,1 Millionen Euro summiert.

Die gesamte Bilanz wies damals ein Minus von 9,5 Millionen Euro auf. „Wir bewegen uns entgegen dem Trend“, betonte Albrecht. „Immer mehr Krankenhäuser rutschen in ein verheerendes Minus.“ Von insgesamt 32 Universitätsklinika in Deutschland hätten 2012 nur noch drei Klinika ­­­­– darunter Dresden – ein positives Ergebnis verbuchen können. Ein Grund dafür sei die extreme Kostenbelastung. Während sich andere Krankenhäuser spezialisieren können, seien die Universitätsklinika Supra-Maximalversorger, welche das gesamte Spektrum moderner Medizin abdecken. Hinzu kommen teure sogenannte „Extremkostenfälle“ bei besonders komplizierten und vielschichtigen Krankheitsbildern. Außerdem würden an den deutschen Uniklinika nahezu der gesamte ärztliche Nachwuchs ausgebildet.

Albrecht, der gleichzeitig den Verband der Universitätsklinika Deutschlands leitet hatte schon im vergangenen Jahr einen „Systemfehler“ attestiert. Er fordert, die Finanzierung der Uniklinika an die besonderen Bedingungen anzupassen. Doch nicht nur Uniklinika auch viele andere, weniger spezialisierte Krankenhäuser leiden unter enormen Kosten- und Konkurrenzdruck. Erst im Frühjahr hatte die Regierung ein Hilfspaket von etwa einer Milliarde Euro beschlossen. Dieses wiederum wurde jedoch von vielen Krankenhäusern als „halbherzig“ beurteilt. Eine Pauschalzahlung nütze nichts, wenn der Fehler im Vergütungssystem liegt.

Das Dresdner Uniklinikum investiert in den nächsten Jahren etwa 68 Millionen Euro in eine chirurgische Notaufnahme. Im Jahr 2014 eröffnet es zudem die erste ostdeutsche Protonentherapieanlage. Damit wird eine absolut präzise Tumor-Behandlung möglich.

kt

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