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Uniklinik Dresden: Entwicklungsplan bis 2020 für 340 Millionen Euro

Uniklinik Dresden: Entwicklungsplan bis 2020 für 340 Millionen Euro

Weiteres Wachstum, Stagnation oder gar Qualitätseinbußen? An dieser Grenze befindet sich derzeit die Dresdner Hochschulmedizin laut Konrad Kästner, Fakultätssprecher der Uniklinik Dresden.

Von Christin Grödel

Grund zum Jammern gibt es zwar im Moment nicht, denn das Uniklinikum hat sich bundesweit eine Spitzenposition erarbeitet. Laut Krankenhausreport des Nachrichtenmagazins "Focus" liegt es in Deutschland auf Rang drei (DNN berichteten). Um dieses Top-Niveau halten zu können, bedürfe es aber weiterer Investitionen: 340 Millionen Euro hat die Uniklinik in einem internen Entwicklungsplan dafür bis zum Jahr 2020 veranschlagt.

"Der Masterplan ist im Grunde eine Vision davon, was gebraucht wird, um die Qualität aufrecht zu halten", erklärt Winfried Winzer, kaufmännischer Vorstand der Uniklinik. Bei der Summe handelt es sich aber nicht um Geld, das bereits zur Verfügung steht, sondern vielmehr um geplante Maximalzahlen, die bei Realisierung aller Projekte anfallen würde. Erst im Herbst wird der Masterplan dem Freistaat übergeben, der das letzte Wort bei der Vergabe von Mitteln hat. Davon auszugehen, dass der Freistaat die komplette Summe freigibt, wäre nach Aussage von Kästner jedoch blauäugig. "Einige Projekte müssen unbedingt umgesetzt werden. Andere sind ein Wunsch, um Wachstum zu ermöglichen", so der 36-Jährige.

Eine Aufgabe steht für den Fakultätssprecher absolut im Vordergrund: mehr Fläche für Forschung zu schaffen. Die wird auf dem 24 Hektar großen Campus, auf dem sich mittlerweile insgesamt 5000 Mitarbeiter tummeln, langsam knapp. Allein 125 Millionen Euro sollen deshalb in Forschung und Lehre investiert werden. Allen voran in den Bau eines zweiten Medizinisch Theoretischen Zentrums (MTZ II) mit geplanten Baukosten von 30 bis 40 Millionen Euro. Die Grundsteinlegung des neuen Gebäudes auf dem Gelände der ehemaligen "Eg-Gü"-Schuhcremefabrik ist für Januar 2013 geplant, zwei Jahre später soll der Bau abgeschlossen sein.

Bereits im Bau befindlich ist das "Gemeinsame Zentrum für Strahlenforschung in der Onkologie" (OGZ), dessen Baukosten von 30 Millionen Euro bereits im Masterplan enthalten sind. Ein Protonenstrahler, der den zum derzeitigen Stand besten Standard liefert, kostet allein acht bis zehn Millionen Euro. Das OGZ soll Ende 2013 fertig gestellt sein, der Bezug dann 2014 folgen. Weitere 25 Millionen Euro sind für die Schaffung eines Audimaxes veranschlagt. "In unserem größten Hörsaal haben wird derzeit 230 Plätze. Daher gibt es starke Bestrebungen, die Kapazitäten für die Lehre zu erhöhen", informiert Kästner.

Den Rest der 340 Millionen Euro plant die Uniklinik für Bauten im Bereich der Krankenversorgung ein. So müsse zum Beispiel perspektivisch der zum Teil leergezogene Altbau-Ring saniert werden. Und auch der Umbau von Häusern, etwa der chirurgischen Notaufnahme, die den gewachsenen Patientenströmen nicht mehr gewachsen ist, steht auf dem Plan.

Einen Einfluss auf die Haushaltsentscheidung des Freistaats hat die Uniklinik natürlich nicht. Sie muss aber turnusmäßig kommunizieren, welche Mittel gebraucht würden. Konrad Kästner vergleicht den Masterplan deshalb mit einem Kochbuch: "Die Zutaten müssen erst einmal bereit gestellt werden. Im Notfall nimmt man die Suppe auch etwas dünner."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.08.2012

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