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Ungebetener Gast in Dresdner Moschee

Offenbar geistig verwirrter Mann bedroht Gemeindemitglieder mit Messer Ungebetener Gast in Dresdner Moschee

Die Muslime der Dresdner Moschee unweit des Straßburger Platzes leben seit einigen Wochen in großer Angst. Grund ist ein ungebetener Gast, der die Gemeindemitglieder terrorisiert.

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Quelle: Archiv

Dresden. Die Muslime der Dresdner Moschee unweit des Straßburger Platzes leben seit einigen Wochen in großer Angst. Grund ist ein ungebetener Gast, der die Gemeindemitglieder terrorisiert. „Es handelt sich um einen 34 Jahre alten libyschen Flüchtling, der aus dem Wohnheim an der Strehlener Straße geflogen ist. Anfang Mai ist er bei uns aufgetaucht und stört seitdem den Gemeindebetrieb“, sagt der Sprecher des Moscheevereins „Marwa El Sherbiny“, Muhammed Ronald Wellenreuther.

Nach Angaben der Gemeindemitglieder habe er sich mehrfach im Gebetsraum verbarrikadiert und soll nach der Erteilung eines Hausverbotes in der Zeit um Pfingsten herum auch auf den Imam losgegangen sein. Einen vorläufigen Höhepunkt erreichte der Konflikt, als der Mann am Montag plötzlich mit einem Messer herumwedelte.

„Er hat es sich an die Kehle gehalten, um uns zu zeigen, was passiert, wenn wir ihm keinen Einlass gewähren. Seit diesem Vorfall ist der Gemeindebetrieb quasi zum Erliegen gekommen. Vor allem Frauen und Kinder haben große Angst“, so Wellenreuther. Auf DNN-Anfrage bestätigt die Dresdner Polizei Wellenreuthers Aussage. „Der Mann scheint geistig nicht ganz rege zu sein. Wir haben ihn momentan in unserer Obhut und prüfen gemeinsam mit dem Ordnungsamt, ob eine Zwangseinweisung in die Psychiatrie möglich ist“, so der Polizeisprecher am Donnerstag.

Mittlerweile wurde bekannt, dass eine Zwangseinweisung am Ende doch nicht notwendig war, weil er sich laut Polizei selbst hat einweisen lassen. „Die freiwillige Einweisung führt aber dazu, dass er sich auch auf eigenen Wunsch wieder entlassen kann“, sagt Thomas Geithner von der Pressestelle der Polizeidirektion.

Für die Gemeinde, die bereits mehrere Anzeigen gegen den 34-Jährigen erstattet hat, sind somit die unruhigen Zeiten unter Umständen noch nicht vorbei, in denen wegen des verwirrten Flüchtlings regelmäßig die Polizei anrücken musste. „Wir sind in Sorge, weil er ständig wieder auftauchen könnte“, sagt Muhammed Ronald Wellenreuther.

Der Moscheeverein Marwa El Sherbiny Kultur- und Bildungszentrum Dresden wurde 2009 in Gedenken an die ermordete Ägypterin Marwa El Sherbiny gegründet und will Vorurteile gegenüber dem Islam abbauen sowie ein friedliches Miteinander der Kulturen ermöglichen. Gegenwärtig zählt die Gemeinde laut eigener Aussage 3500 Mitglieder.

Von STH

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