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Unfallflucht nach Wendemanöver in der Auffahrt zur A 4

Unfallflucht nach Wendemanöver in der Auffahrt zur A 4

Dezember vergangenen Jahres für einige Aufregung auf der Auffahrt der A4 in Dresden-Neustadt gesorgt. Das ist einigen Leuten, die dort unterwegs waren, aufgefallen - nur ihm nicht.

Joachim W. hat am 11. Der 75-Jährige hat einen Unfall provoziert, auch wenn er selbst nicht direkt an der Karambolage beteiligt war, und ist weggefahren. Dabei hatte er noch Glück im Unglück, die Sache hätte noch viel schlimmer ausgehen können. Das sieht der Senior aber nicht ein. Wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort hatte er eine Geldstrafe und ein Fahrverbot bekommen und Einspruch eingelegt. Darüber wurde gestern im Amtsgericht verhandelt.

"Ich kenne mich dort aus", sagte er zu Beginn der Verhandlung. Offenbar aber nicht sehr gut. Er war an jenem Nachmittag auf der Washingtonstraße die Auffahrt zur A4 hochgefahren, wollte aber eigentlich zum Riegelplatz. "Ich habe gemerkt, dass ich falsch war, habe gebremst und kurz angehalten, weil in der linken Spur noch Autos fuhren. Dann habe ich gewendet und bin zurückgefahren", sagte er. Dass er die Auffahrt nicht runterfahren dürfe, habe er nicht gewusst, versuchte er dem Gericht zu erklären, das sei ihm erst später eingefallen. Dass ihm da ständig andere Autos entgegen kamen, hat ihn offenbar nicht beeindruckt. Es war Feierabendverkehr und nach Aussagen der Zeugen viel los auf der Strecke. Den Fahrern, die ihm entgegen kamen, muss himmelangst geworden sein - direkt in der Kurve, ohne Ausweichmöglichkeit, kam ihnen Joachim W. entgegen.

Zunächst fuhr der 75-Jährige in die richtige Richtung. Als er kurz vor dem Ende der Auffahrt stoppte, mussten die Autos hinter ihm eine Vollbremsung hinlegen. Drei schafften es, der vierte nicht mehr. Tilo R. fuhr mit seinem Opel auf den VW von Familie K. auf. Dieser Familie entstand ein Schaden in Höhe von 4500 Euro, Tilo R. beseitigte die Schäden an seinem Auto selbst. Aber er kassierte noch einen Strafbefehl, weil er den Sicherheitsabstand nicht eingehalten hatte und auf den VW aufgefahren war. Juliane K. erlitt ein Schleudertrauma, an dem sie ein halbes Jahr laborierte.

Den Angeklagten ließ dies alles kalt. Er drehte und fuhr die Auffahrt hinunter. Selbst als Tobias K. zu ihm lief, seine Autotür öffnete ihn auf den Vorfall ansprach, reagierte er nicht. "Es sagte nur, dass er sich verfahren habe und ich ihn in Ruhe lassen soll. Er fuhr dabei sogar noch langsam weiter." Dass er von jemanden angesprochen wurde, gab Joachim W. zu. Er habe auch beim Runterfahren zwei Autos auf dem Standstreifen stehen sehen, den es dort übrigens gar nicht gibt. Aber er blieb dabei: Von einem Unfall habe er nichts gemerkt und nichts gehört.

Das glaubte ihm Richter Joachim Meißner nicht. Es könne sein, dass er den Crash nicht sofort bemerkt habe aber er habe die zwei Autos stehen sehen. "Und spätestens, wenn jemand die Autotür aufreißt und sagt, dass es einen Unfall gab, merkt jeder, dass etwas passiert ist. Sie haben sich verkehrswidrig verhalten." Meißner verurteilte den Rentner zu einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen à zehn Euro und einem dreimonatigen Fahrverbot.

Monika Löffler

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