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Undine ade - Acht Jahre ist in Dresden nichts passiert an dem Schiffsrumpf aus Rostock, nun kehrt er zurück

Undine ade - Acht Jahre ist in Dresden nichts passiert an dem Schiffsrumpf aus Rostock, nun kehrt er zurück

Nach acht Jahren im Trockenen hat die "Undine" seit Donnerstag wieder mindestens eine Handbreit Wasser unterm Kiel. Das Schiff schwimmt an einem Steg der Laubegaster Werft in der Elbe.

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Der Rumpf der "Undine" schwimmt seit Donnerstag vor der Werft in der Elbe, am Montag geht er per Schubschiff auf die Reise an die Ostsee.

Quelle: Christian Juppe

Am Montag soll es Dresden verlassen. Unverrichteter Dinge, denn eigentlich war der Rumpf 2006 nach Laubegast bugsiert worden, um das älteste deutsche Bäderschiff, das früher den Namen "Kronprinz" trug, wieder aufzubauen. Daraus ist nichts geworden, die eigens dafür gegründete Gesellschaft existiert nicht mehr.

"Wir haben den Rumpf für einen symbolischen Euro gekauft", sagte Steffen Wiechmann vom Rostocker "Freundeskreis Maritimes Erbe". Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die "Undine" zunächst zurück zu holen. Dazu schiebt sie ein Schiff einer Berliner Reederei "Ed Line" auf der Elbe stromab von Dresden bis kurz vor Hamburg. Dann biegt der Verband ab in den Elbe-Lübeck-Kanal und von Lübeck geht es weiter über die Ostsee nach Rostock.

"Wir wollen am Montag gegen Mittag los", sagte Ed-Line-Chef Carsten Klink auf DNN-Anfrage. Am Vormittag will er selbst in Laubegast sein und die Aktion überwachen. Zuvor soll bereits das Schubschiff "Miss Ed" eingetroffen sein. Vier bis fünf Tage dauert die Schiffsreise, dann ist der rostige Rumpf wieder in seinem Heimathafen. Denn in Rostock wurde die "Kronprinz" 1910 gebaut. "Sie bekommt erst mal einen Liegeplatz vor einer Werft an der Warnow", sagt Wiechmann. Später soll der Rumpf aus dem Wasser gehoben und an Land präsentiert werden. Ob und wann der Wiederaufbau des Schiffs möglich ist, steht in den Sternen. Das ist vor allem eine finanzielle Frage. Wiechmann zufolge wurden dafür schon 2007 rund fünf Millionen Euro veranschlagt. Im Moment müht sich "sein" Verein noch, die 30 000 Euro zusammen zu bekommen, die der Transport des Rumpfes von Dresden nach Rostock kostet. 5000 Euro fehlen noch zu dieser Summe. "Es kommen auch Spenden aus Dresden", berichtet der stellvertretende Vereinsvorsitzende. Einer der größten Spender ist übrigens Werftbesitzer Reinhard Saal. Er habe den Rumpf auf eigene Kosten so weit auf Vordermann bringen lassen, dass er überhaupt schwimmfähig ist, sagt Wiechmann.

Saal hat gute Gründe dafür: Er muss Platz schaffen auf der Werft, denn gleich nach dem Undine-Abschied könnte der erste Dampfer nach Laubegast kommen. Am Montag endet die Sommersaison für die Flotte, dann ist Zeit für Reparaturen. Gerd-Rüdiger Degutsch, Technikchef der Sächsischen Dampfschiffahrt war bereits mehrfach zu Besuch in der Werft, seitdem Saal sie übernommen hat, zuletzt am Donnerstag. Thema waren die anstehenden Instandsetzungsarbeiten.

Mehr zur Undine (incl. Spendendaten) unter www.mare-rostock.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 04.10.2014

Christoph Springer

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