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Umstrittene Ampel für Bautzner Straße in Dresden

Verkehrsprojekt Umstrittene Ampel für Bautzner Straße in Dresden

Fußgänger und Radfahrer sollen die Bautzner Straße zwischen Alaun- und Glacisstraße künftig mit Hilfe einer Ampel überqueren. Das geht aus der Antwort der Stadt auf eine Anfrage des Stadtrats Johannes Lichdi (Grüne) hervor. Die Ampel soll im dritten Quartal 2016 für 300 000 Euro errichtet werden. „Dagegen habe ich erhebliche Bedenken“, sagte Lichdi den DNN.

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Eine Fußgängerampel soll hier die Querung der Bautzner Straße erleichtern.

Quelle: Anja Schneider

Dresden. Fußgänger und Radfahrer sollen die Bautzner Straße zwischen Alaun- und Glacisstraße künftig mit Hilfe einer Ampel überqueren. Das geht aus der Antwort der Stadt auf eine Anfrage des Stadtrats Johannes Lichdi (Grüne) hervor. Darin steht, dass die Ampel im dritten Quartal 2016 für 300 000 Euro errichtet werden soll. „Dagegen habe ich erhebliche Bedenken“, sagte Lichdi gegenüber den DNN. Es sei nicht einleuchtend, warum kurz nach der Ampel am Albertplatz an dieser Querung eine weitere Ampel entstehen solle, „zumal Ampeln nicht billig sind“.

Die Stelle ist für Fußgänger und Radfahrer die wichtigste Verbindung von der Neustadt zur Albertbrücke. Mit der DVB-Haltestelle in der Mitte der Straße, dem Kraftverkehr auf der Bautzner und querenden Fußgängern und Radfahrern ist die Stelle unübersichtlich. Der Ortsbeirat Neustadt hatte die Stadt mehrfach dazu aufgefordert, die Vor- und Nachteile verschiedener Überquerungslösungen im Ortsbeirat vorzustellen und zu diskutieren, bevor man sich für eine Variante entscheidet. In der letzten Ortsbeiratssitzung am 22. Februar konnte die Radverkehrsverantwortliche der Stadt, Nora Ludwig, kein Auskunft zum Planungsstand geben.

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club bevorzugt eine bauliche Lösung. „Ampeln bedeuten immer, dass alle Verkehrsteilnehmer warten müssen, und das will dort niemand“, sagte ADFC-Vorstandsmitglied Nils Larsen. Der stellvertretende Vorsitzende des CDU-Ortsverbands und verkehrspolitische Sprecher der Stadtratsfraktion, Gunter Thiele, hält eine Ampel für geeignet und sinnvoll. „Die Ampel muss dann natürlich in Form einer Grünen Welle mit dem Albertplatz koordiniert werden“, sagt Thiele. Eine Alternative wie ein Zebrastreifen funktioniere an dieser Stelle nicht. „Das Verkehrsaufkommen sowohl bei querenden Fußgängern und Radfahrern, als auch bei den Autos ist auf der Bautzner zu hoch.“

Vorstellbar wäre laut Thiele zwar eine Mittelinsel auf der Bautzner Straße östlich der Einmündung der Glacisstraße, das erfordere aber einen Eingriff in die denkmalgeschützte Grünfläche südlich der Bautzner Straße. „Denkmalschutz steht in Dresden höher als eine funktionierende Infrastruktur. Da wird dann halt Stau in Kauf genommen“, sagte Thiele. Die DVB sehen die Pläne für eine Ampel gelassen. „Wir sind nicht für den Fahrradverkehr zuständig“, sagte DVB-Pressesprecher Falk Lösch. „Wenn die Stadt der Meinung ist, dass dort eine Ampel hin muss, nehmen wir das zur Kenntnis.“

Von Miriam Kruse

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