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Umsatzrückgang und Stellenabbau – Dresdner Tourismusverband prangert Bettensteuer an

Beherbergungssteuer Umsatzrückgang und Stellenabbau – Dresdner Tourismusverband prangert Bettensteuer an

Der Dresdner Tourismusverband und die Hoteliers fordern eine branchverträglichere Bettensteuer und warnen vor einem massiven Imageschaden für die Stadt. Mit dieser klaren Botschaft wandten sie sich am Donnerstag an die Stadtverwaltung.

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Quelle: dpa

Dresden. Der Dresdner Tourismusverband und die Hoteliers fordern eine branchverträglichere Bettensteuer und warnen vor einem massiven Imageschaden für die Stadt. Mit dieser klaren Botschaft wandten sie sich am Donnerstag an die Stadtverwaltung. „Grundsätzlich lehnen wir die Bettensteuer ab“, stellte der Verbandsvorsitzender Johannes Lohmeyer klar, wünschte sich aber zumindest Nachbesserungen. Die Steuer sei zu hoch und viel zu kompliziert in der Handhabung für die Hoteliers.

„Ein entscheidender Kritikpunkt ist auch, dass unsere Gäste keinerlei Benefit, wie eine Bonuskarte oder Ähnliches, davon haben“, klagt Lohmeyer. Die Beschwerden der Gäste über die hohe Abgabe nähmen immer weiter zu, ihr Ärger entlädt sich zumeist an der Rezeption. Einige drohen gar damit, Dresden nicht wieder zu besuchen oder verweigern die Zahlung komplett. Das bestätigt Kevin Furrer vom Swiss Hotel. Jene Gäste müsse er dann direkt an die Stadtverwaltung verweisen, dass diese die Steuer eintreibe. Etwa ein Prozent seiner monatlich rund 5000 Gäste verweigern die Zahlung, erzählt er. Immer mehr Reiseveranstalter und große Firmen würden einen Bogen um Dresden machen, um sich der schwierigen Bürokratie rund um die Abgabe an die Stadt zu entziehen. Neben Pegida würde das den Ruf der Stadt massiv schaden.

Anja Ratzsch vom Star Inn Hotel zeigte sich entsetzt über die Satzung. „Die Steuer ist viel zu hoch und unsere Gäste haben überhaupt keinen Nutzen davon. Wir fühlen uns von der Stadt nicht unterstützt.“ Immer wieder kochen die Emotionen der Gäste an der Rezeption hoch und diese schlagen sich dann in negativen Bewertungen auf den gängigen Reiseportalen nieder, berichtet sie.  

Furrer sieht seine Branche ungerecht behandelt. Die Akzeptanz unserer Gäste für die Abgabe ist schlicht nicht vorhanden“ konstatiert er. Der letzte Eindruck der Gäste sei entscheidend und wenn dieser geprägt sei durch das Ärgernis der Steuerabgabe, schlage sich das auf die Umsätze nieder. Er selbst plane keine Entlassung, kündigte aber an, frei werdende Stellen nicht nachzubesetzen.

Eine Konsequenz für die Personalplanung aus dem Rückgang der Buchungen um 2,6 Prozent kündigte auch Thomas Gaier, Geschäftsführender Direktor des Hotel Eckberg, an. „Entlassen werden auch wir niemanden, ich habe aber für das kommende Jahr zwei Stellen weniger budgetiert." Der Umsatz nehme seit August kontinuierlich ab, das Minus sei nicht mehr aufzuholen. Laut statistischem Landesamt gingen die im Oktober dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,9 Prozent auf knapp 409 000 zurück. Die durchschnittliche Auslastung der angebotenen Betten lag demnach bei etwa 58 Prozent.

Die Steuer wird nach der Höhe des Übernachtungspreises erhoben. Bis 30 Euro Zimmerpreis beträgt sie einen Euro pro Nacht, von 31 bis 60 Euro werden drei Euro fällig, von 61 bis 90 Euro fünf Euro, von 91 bis 120 Euro sieben Euro. Danach werden pro 30 Euro jeweils zwei Euro zusätzlich fällig. Die Steuer soll pro Jahr sechs Millionen Euro in die Stadtkasse fließen lassen.

Julia Vollmer

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