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Umbruch im Café Prag: Alle Mieter müssen raus - neuer Eigentümer plant neues Konzept

Umbruch im Café Prag: Alle Mieter müssen raus - neuer Eigentümer plant neues Konzept

Die Wiedereröffnung des Café Prag nach umfangreichem Umbau ist noch nicht einmal zwei Jahre her. Neun Millionen Euro hatte der Immobilieneigentümer, die Patrizia AG, 2012/2013 investiert, um dem namhaften Ort, der früher als Varietétheater beliebt war, als Markthalle zu einer neuen Blüte zu verhelfen.

Doch das Konzept, mit kulinarischen Imbiss-Angeboten aus verschiedenen Ländern der Erde Kunden ins Haus zu locken, hatte offenbar nicht einen solchen Erfolg oder nicht so schnell Erfolg wie erhofft. Jetzt steht das "Café Prag" erneut vor einem großen Umbruch.

Ein Fonds der Patrizia Immobilien AG hat das Altmarktkarree mit 320 Wohnungen, 40 Gewerbeeinheiten - einschließlich dem Café Prag - an eine Tochter der Quantum Immobilien AG verkauft. "Unter dem neuen Eigentümer wird es ein neues Konzept für das ehemalige Café Prag geben", heißt es von Patrizia. Wie das aussieht, dazu wollte sich der neue Eigentümer noch nicht äußern. "Wir übernehmen das Altmarktkarree erst zum Jahreswechsel", so auf Anfrage Nadine Wiencke von Quantum. Nähere Informationen gab es nicht.

Fest steht, dass allen gastronomischen Anbietern in der Markthalle Café Prag gekündigt wurde. Im Erdgeschoss war es in den vergangenen Tagen schon sehr leer. Heute nun kocht bzw. brät Tatjana Olifirenko an ihrem Stand Aljonuschka zum letzten Mal Borschtsch und Pelmeni. Francesco Jasari macht zum letzten Mal in seinem Eiscafé "Buongiorno" Eis. Beide gehen mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Denn bei ihnen lief - im Gegensatz zu manch anderem Kollegen - das Geschäft im Café Prag gut. Aber nun haben beide schon ein neues Objekt in Aussicht - wieder im Stadtzentrum. "Mehrere Vermieter sind auf mich zugekommen und haben mir Angebote gemacht. Da bin ich schon ein bisschen stolz", strahlt Francesco Jasari. Er hat - wie seine russische Gastronomenkollegin auch - mittlerweile jede Menge Stammgäste, die unbedingt die Treue halten wollen.

Wie es mit den anderen Restaurantbetreibern im Haus weiter geht, ist offensichtlich noch nicht klar. "Im Obergeschoss gibt es aktuell noch sechs Mieter, die dort noch bis zum 21. September 2015 bleiben werden", sagt Ralf Beunink, Sprecher der Patrizia Immobilien AG, gegenüber DNN. Und er kündigt an, dass der Umbau des Erdgeschosses in der Markthalle Cafe Prag Anfang Oktober beginnt. Doch viele Mieter haben vor zwei Jahren langfristige Mietverträge abgeschlossen. Sie wollen sich jetzt, da die Markthalle Café Prag langsam einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht hat und die Geschäfte besser laufen, die Kündigung nicht gefallen lassen und haben dagegen geklagt, weiß Waed Arabi. Der Inhaber des "Rollo Arabica" will sich im Guten trennen und hofft auf eine Entschädigung. Zudem geht er davon aus, dass die seit langem geplante Feier des deutsch-syrischen Vereins, die nun gleichzeitig eine interne Abschiedsparty für die Markthallenmieter werden soll, am 26. September noch stattfinden kann.

Für das Erdgeschoss des Café Prag steht der neue Mieter schon fest. Dort zieht das Restaurant "Aposto" ein. Bei diesem handelt es sich um eine Marke der Enchilada-Gruppe. Sie hat ihren Ursprung in einem vor mehr als 25 Jahren in München gegründeten mexikanischen Restaurant unter dem Namen "Enchilada". Dessen Konzept war so erfolgreich, dass noch mehr Echilada-Restaurants öffneten und 1996 die Enchilada Franchise GmbH gegründet wurde. Diese entwickelte weitere kulinarische Konzepte wie z.B. Aposto. "Das Restaurant kombiniert italienische Küche mit dem Erlebniswert eines großen Bar-Kommunikationsbereiches", es biete vor den Augen der Gäste im Steinbackofen zubereitete Pizza sowie Pasta aus der hauseigenen Manufaktur, heißt es vom Unternehmen, das noch auf der Suche nach Mitarbeitern ist. Es will im Café Prag einen Betrag "im mittleren sechsstelligen Bereich" investieren, 280 Sitzplätze innen und bis zu 300 Plätze außen schaffen. Eröffnung ist nächstes Frühjahr. Dass Enchilada gastronomisch auch das Obergeschoss des Café Prag "bespielt", dementiert Thomas Doriath von Enchilada Franchise GmbH.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.09.2015

Catrin Steinbach

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