Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° heiter

Navigation:
Google+
Umbau im Dresdner Rathaus: Kostenexplosion durch schlampige Planungen

Umbau im Dresdner Rathaus: Kostenexplosion durch schlampige Planungen

Dass im Zusammenhang mit der Sanierung des Dresdner Rathauses grobe Fehler gemacht wurden, hat die Stadt jetzt schwarz auf weiß vom Rechnungsprüfungsamt bescheinigt bekommen.

Voriger Artikel
Sibirischer März verdirbt Heizbilanz - Dresdner müssen mit saftigen Nachzahlungen rechnen
Nächster Artikel
Bistum Dresden-Meißen startet Projekt gegen Missbrauch

Das Rechnungsprüfungsamt kritisiert den Umbau des Dresdner Rathauses. (Archiv)

Quelle: Dominik Brüggemann

Einem internen Bericht zufolge, der den DNN vorliegt, hätte im Vorfeld des riesigen Bauvorhabens nicht so lasch geplant werden dürfen.

php07ebedae01201203261252.jpg

Wegen erheblicher Mängel in der historischen Bausubstanz des Neuen Rathauses wird dessen Sanierung um etwa ein Viertel teurer.

Zur Bildergalerie

So heißt es in dem Papier unter anderem, dass hinsichtlich der Kosten von Anfang an eine Risikobetrachtung fehlte, diese aber aufgrund der extremen Baufälligkeit des Gebäudes unbedingt notwendig gewesen wäre, um gegen spätere Überraschungen gewappnet zu sein. Überraschungen gab es im Zuge der seit Sommer 2011 laufenden Arbeiten genug. So erschraken die Bauleute regelrecht, als sie während der Arbeiten entdeckten, wie der Druck der Zwischendecken auf durchgerosteten, dünnen Bewehrungsdrähten lastete. Eine heute unvorstellbare Konstruktion aus DDR-Zeiten, von der vor der Sanierung niemand etwas wusste und die nun zu einem von vielen Nachträgen führt.

„Es fehlte an einer ausreichenden Projektvorbereitung, so dass es während der Entwurfsplanung zu ständigen Projekterweiterungen kam“, kritisieren die Rechnungsprüfer in diesem Zusammenhang. Ursprünglich sollte zum Beispiel im dritten Obergeschoss des Ostflügels eine zentrale Sanitäranlage entstehen. Dann wurde beschlossen, diese in das zweite Obergeschoss zu verlegen, wo allerdings – wie erst später bekannt wurde – überhaupt kein Platz ist. Also wandert das Projekt nun in den Nordflügel

.

Die Kosten für den ersten Bauabschnitt, der 2015 abgeschlossen werden soll und hauptsächlich den Teil über der Goldenen Pforte umfasst, kletterten bereits von 25 auf 33 Millionen Euro. Für das gesamte Vorhaben kalkulierte die Stadt vor drei Jahren mit einem Investitionsvolumen von über 60 Millionen Euro. Das Wörtchen „inzwischen“ müsste man an dieser Stelle noch einfügen. Denn gemäß einer Machbarkeitsstudie vom 15. Mai 2007 sollten die Baukosten die Grenze von 37 Millionen Euro eigentlich nicht überschreiten.

Den ausführlichen Artikel mit weiteren Fakten lesen Sie in der gedruckten Ausgabe der Dresdner Neuesten Nachrichten vom 9. April 2013 oder bei DNN-Exclusiv.

C.Stephan

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.