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Übler Trick: 4000 Euro teure Uhr gegen 800 Euro getauscht

Zoff um Familienerbstück Übler Trick: 4000 Euro teure Uhr gegen 800 Euro getauscht

"Das war ein Familienerbstück über vier Generationen und über 130 Jahre alt. Sie lief noch gut, nur gelegentlich blieb sie einmal stehen. Jetzt ist sie weg". Das Erbstück, von dem Karen H. erzählte, ist - oder besser war - eine goldene Sprungdeckeluhr.

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Quelle: dpa

Dresden. "Das war ein Familienerbstück über vier Generationen und über 130 Jahre alt. Sie lief noch gut, nur gelegentlich blieb sie einmal stehen. Jetzt ist sie weg". Das Erbstück, von dem Karen H. erzählte, ist - oder besser war - eine goldene Sprungdeckeluhr der Schweizer Firma IWC-Schaffhausen im Wert von 4000 Euro. Der "Magier", der das edle Stück verschwinden ließ, war ein älterer Herr, der sich irgendwie in das Leben der taffen 69-Jährigen geschlichen und von reichlich Geld und guten Beziehungen erzählt hatte. Er kenne einen sehr guten Uhrmacher, der sich der Uhr annehmen würde, versprach er. Karen H. übergab ihm das Erbstück - und sah es nie wieder.

Nach mehrmaligen Mahnungen bekam sie, in der Originalverpackung der Firma IWC, eine andere Uhr von ihm. An der klebte sogar noch das Preisschild: 800 Euro. Das ist auch nicht billig, aber kein Vergleich zum Original. "Die Uhr konnte nicht mehr repariert werden, die ginge nicht mehr, hat er mir gesagt", erzählte die 69-Jährige. Da hat der alte Herr gelogen. Der Uhrmacher hat die Uhr repariert. "Sie lief wieder einwandfrei", hatte er Karen H. auf Anfrage erklärt. Mit der Uhr verschwand auch der Verehrer aus ihrem Leben. Die Frau erstattete Anzeige. Offenbar nicht die einzige Mogelei des 79-Jährigen. Der hatte auch seinen Führerschein manipuliert. Motto: "Was nicht passt, wird passend gemacht".

Wegen Unterschlagung und Betrug musste er sich jetzt vor dem Amtsgericht verantworten, erschien aber nicht zur Verhandlung. Der Richter erließ einen Strafbefehl in Höhe von 120 Tagessätzen à 12 Euro. In die Entscheidung floss noch ein anderer Strafbefehl ein. Der Herr nahm es wohl manchmal mit der Wahrheit nicht so genau. Lange nach Ende der Verhandlung erschien er dann doch noch. Er habe keinen Parkplatz gefunden, erklärte er. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten: Akzeptiert er den Strafbefehl, hat sich alles erledigt - wenn nicht, geht die Sache in die nächste Runde.

Monika Löffler

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