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Üble Prügelei vor der Trinitatiskirche

Üble Prügelei vor der Trinitatiskirche

Wie die Unschuldslämmer saßen Konstantin S. und Igor G. gestern auf der Anklagebank, so als könnten sie kein Wässerchen trüben. Die Anklage spricht allerdings eine andere Sprache. Die beiden sollen am 8. März 2014 an der Haltestelle am Trinitatisplatz Julius R. und Max H. verprügelt haben.

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Der Schlägerei an der Haltestelle war eine Auseinandersetzung an der Trinitatiskirche vorausgegangen.

Quelle: dpa

Dresden. Wie die Unschuldslämmer saßen Konstantin S. und Igor G. gestern auf der Anklagebank, so als könnten sie kein Wässerchen trüben. Die Anklage spricht allerdings eine andere Sprache. Die beiden sollen am 8. März 2014 an der Haltestelle am Trinitatisplatz Julius R. und Max H. verprügelt haben. Vor allem Julius R. wurde böse verletzt. Er soll, so die Anklage, mehrere Tritte gegen den Kopf bekommen haben, musste mit einem Schädelhirntrauma in ein Krankenhaus gebracht werden. Als ihm sein Freund Max H. helfen wollte, wurde er ebenfalls geschlagen. Wegen gefährlicher Körperverletzung müssen sich die 20 und 25 Jahre alten Angeklagten nun vor dem Amtsgericht verantworten.

Der Schlägerei an der Haltestelle war eine Auseinandersetzung an der Trinitatiskirche vorausgegangen. Die beiden Angeklagten hatten mit anderen Jugendlichen zunächst auf dem Gelände des ehemaligen Plattenwerks gefeiert, bis die Polizei kam und sie wegen Ruhestörung wegscheuchte. Auf der Suche nach einer neuen Party hörten sie in der Trinitatiskirche Musik und wollten rein. Als ihnen Türsteher Julius R. den Eintritt verwehrte, da es sich um eine private Feier handle, gab es Ärger. Die Truppe wollten das nicht akzeptieren. Die Polizei musste anrücken und verteilte Platzverweise. Stunden später gab es die Prügelei an der Haltestelle. "Wir vermuteten, dass den Opfern aufgelauert wurde", sagte ein Polizeibeamter.

Die Angeklagten wiegelten ab. Es habe zwar eine Auseinandersetzung gegeben, räumten sie ein, aber nicht sie, sondern die beiden Deutschen hätten angefangen und sie beleidigt, weil sie russisch gesprochen hätten. "Ich habe noch nie jemanden geschlagen, das war meine erste Prügelei", sagte Julius R. "Und warum soll ich sie beschimpfen, weil sie russisch sprechen. Meine Freundin ist auch Russin."

Zeugen der Prügelei, Freunde der Angeklagten, brachten auch kein Licht ins Dunkle. Sie konnten sich an Details zwar nicht erinnern, waren sich aber einig, Julius R. und Max H. haben angefangen. Der Prozess wird fortgesetzt.

Monika Löffler

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