Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Google+
Überwiegend friedliches Fazit des 21. Dezember - Polizei ermittelt wegen Brandstiftung

Demo-Geschehen Überwiegend friedliches Fazit des 21. Dezember - Polizei ermittelt wegen Brandstiftung

Nach Kundgebungen von Anhängern und Gegnern des fremdenfeindlichen Pegida-Bündnisses ist es in der Nacht zum Dienstag in Dresden ruhig geblieben. Es habe keine weiteren Zwischenfälle gegeben, die damit in Zusammenhang stehen könnten.

Dresden. Nach Kundgebungen von Anhängern und Gegnern des fremdenfeindlichen Pegida-Bündnisses ist es in der Nacht zum Dienstag in Dresden ruhig geblieben. Es habe keine weiteren Zwischenfälle gegeben, die damit in Zusammenhang stehen könnten, sagte ein Polizeisprecher in Dresden. Am Montagabend waren nach Abschluss der Kundgebungen vereinzelt Feuerwerkskörper geflogen.

Eindrücke von Herz statt Hetze am 21. Dezember auf dem Dresdner Theaterplatz

Zur Bildergalerie

In der Neustadt zündeten Randalierer mehrere Müllcontainer an. Linksradikale Demonstranten lieferten sich nach Angaben von Beobachtern Rangeleien mit der Polizei. Festnahmen gab es dem Polizeisprecher zufolge aber nicht. Auf der Kamenzer Straße hatte es Augenzeugen zu Folge eine Verletzte gegeben, mutmaßlich durch einen Angriff von Neonazis.

21.12. Pegida am Königsufer

Zur Bildergalerie

 Im Verlauf des Abends brannten zwei Autos nahe der Carolabrücke. Die Kriminalpolizei geht von Brandstiftung aus. Ob es einen Zusammenhang mit den Kundgebungen gibt, konnten die Ermittler noch nicht sagen. Im Umfeld der Versammlungen wurden mehrere Straftaten, insbesondere Verstöße gegen das Versammlungsgesetz, festgestellt. Entsprechende Ermittlungsverfahren wurden eingeleitet, so die Polizei. Mehr als 2500 Polizisten aus mehreren Bundesländern waren im Einsatz, um Ausschreitungen zu verhindern.

Wenige Stunden vor der wohl letzten Pegida-Kundgebung des Jahres ist die Polizeipräsenz in Dresden enorm.

Zur Bildergalerie

„Die Situation war stellenweise unübersichtlich, aber weitgehend friedlich“, so Grünen-Landeschef Jürgen Kasek. Die Situation in Dresden werde schwierig bleiben, auch im kommenden Jahr. Pegida habe sich in einer Parallelwelt eingerichtet, in der Argumente und Diskussionen nicht mehr greifen. Ein überwiegend positives Fazit zog auch das Bündnis Dresden Nazifrei. „Es war schön zu sehen, dass sich beiderseits der Elbe mehrere tausend Menschen versammelten, um für ein weltoffenes, buntes, und fröhliches Dresden einzustehen.“ Kritik äußerte das Bündnis erneut an der Versammlungsbehörde. Zum einen sei es unverständlich,  dass Pegida ausgerechnet auf dem Filmnächte-Gelände seine Kundgebung abhalten durfte. Das Gelände war von den Nazis errichtet worden. Zum anderen sei das Polizeiaufgebot überdimensioniert gewesen.

Am Montagabend hatte das Bündnis „Herz statt Hetze“ auf dem Theaterplatz vor der Dresdner Semperoper für Weltoffenheit und Toleranz demonstriert. Nach Schätzungen der Gruppe „Durchgezählt“ kamen etwa 4000 Menschen. An der Pegida-Kundgebung am gegenüberliegenden Elbufer nahmen demnach bis zu 8000 Menschen teil. Zu einer weiteren Gegenkundgebung vor dem Bahnhof Neustadt kamen den Schätzungen zufolge ungefähr 900 Menschen.

jv/dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Theaterplatz am 21. Dezember

Ein anderes Bild in die Welt senden: Mit laut „durchgezählt“ bis zu 4000 Menschen hat Herz statt Hetze am Montagabend den Theaterplatz zu einem Ort des Miteinanders und der Nächstenliebe gemacht. Mit vielen musikalischen Beiträgen machten sich die Dresdner dabei vor allem selber Mut.

mehr
Mehr aus Lokales
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.