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Überraschung beim FDP-Kreisparteitag: Zastrow nicht als Direktkandidat aufgestellt

Blödner und Malorny ziehen in Wahlkampf Überraschung beim FDP-Kreisparteitag: Zastrow nicht als Direktkandidat aufgestellt

Der FDP-Landesvorsitzende Holger Zastrow wird nicht als Direktkandidat für den Wahlkreis 160 in den kommenden Bundestagswahlkampf ziehen. Die Liberalen entschieden sich beim Kreisparteitag am Sonnabend im zweiten Wahlgang knapp für Christoph Blödner.

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Holger Zastrow
 

Quelle: DNN

Dresden. Diese Abstimmung könnte die Dresdner FDP in ihren Grundfesten erschüttern. Kein Wunder, dass der frühere Kreischef und heutige Vorstand Johannes Lohmeyer auf Facebook kommentierte: „Das war ein kleines Erdbeben.“ Zuvor war das eigentlich Undenkbare passiert. Im Kampf um das Direktmandat des Wahlkreise 160 für den Bundestagswahlkampf 2017 zog FDP-Landesvorsitzender Holger Zastrow (47) im zweiten Wahlgang überraschend gegen Lego-Unternehmer Christoph Blödner (34) mit 19 zu 20 Stimmen den Kürzeren.

Obwohl die FDP quasi chancenlos ist, das Direktmandat zu gewinnen, hat die Abstimmung trotzdem Auswirkungen. Der Grund: Zastrow kann sich durch die Niederlage im eigenen Wahlkreis kaum Hoffnungen auf einen aussichtsreichen Listenplatz machen, der anders als das Direktmandat durchaus in den Bundestag führen könnte. Noch vor Ort kündigte Zastrow „erhebliche“ Konsequenzen an. Wie die aussehen könnten, war in der FDP am Sonntag aber noch nicht bekannt: „Zu möglichen Auswirkungen der Abstimmung kann ich momentan nichts sagen“, teilte Vorstandsmitglied Marko Beger mit. Man könne den Mitgliedern keine Vorschriften machen. Sie hätten basisdemokratisch entschieden und mit dem Ergebnis müsse man jetzt leben, so Beger. Spekuliert wurde indes darüber, dass dem FDP-Bundesvize und sächsischem Parteichef seine Rückendeckung für Stadtrat Jens Genschmar zum Verhängnis geworden ist. Diesem wird eine Nähe zu Pegida nachgesagt. Ein Indiz für diese Vermutung könnte sein, dass Genschmar, der für den Bundestagswahlkreis 159 kandidierte, anders als Zastrow nicht nur knapp, sondern gegen den 37-jährigen Robert Malorny mit 15 zu 35 Stimmen recht deutlich scheiterte. Kritik an dem Dresdner Abstimmungsergebnis kam auch aus dem FDP-Landesverband. So äußerte der frühere Landtagsabgeordnete Nico Tippelt auf Facebook: „Wie kann man sich nur so ins Knie schießen und unseren profiliertesten Frontmann Holger Zastrow mal so ohne Not beschädigen!? Raumschiff Dresden“.

Anders als viele ältere Mitglieder zeigten sich Dresdens Jungliberale (JuliA) mit dem Ausgang der Wahl zufrieden. „Der heutige Tag markiert einen wichtigen Einschnitt, der für einen jungen Liberalismus des Aufbruchs steht“, so der JuliA-Vorsitzende Sven Künzel. Man freue sich nun auf einen progressiven Bundestagswahlkampf 2017. Zum Kreisparteitag im Holiday-Inn-Hotel auf der Stauffenbergallee waren etwa 100 FDP-Mitglieder anwesend.

Von Stephan Hönigschmid

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