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Übernimmt die Drewag die Stadt-Bäder

Übernimmt die Drewag die Stadt-Bäder

Ob die Sanierung und Erweiterung der Schwimmhalle Freiberger Straße, die Sanierung der Hallen in Klotzsche und Prohlis oder die Rettung des maroden Sachsenbades in Pieschen - im Stadthaushalt mitsamt Sportstätten- und Bäderbetrieb gibt es kein Geld dafür.

Von Ralf Redemund

Jetzt lässt die Stadt einen Ausweg prüfen: Die Bäder - oder sogar der komplette Sportstättenbetrieb - sollen in die Stadtwerke-Holding Technische Werke Dresden (TWD) mit der Drewag als gewinnbringendes Unternehmen integriert werden.

Noch im zweiten Quartal soll die Studie eines Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsunternehmens dazu vorliegen. Das bestätigte Sportstätten-Chef Sven Mania auf DNN-Anfrage. Es werde geprüft, welche technisch-wirtschaftlichen Verflechtungen es gibt, ob im komplizierten Steuerrecht tatsächlich ein Geldvorteil herausspringt und ob man einen steuerlichen Querverbund eingehen könne wie mit Drewag und Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB). Alljährlich werden die Verluste durch den Betrieb der Busse und Bahnen mit den Gewinnen des Strom-, Wärme-, Erdgas- und Wasser-Lieferanten verrechnet. Ob dieses Modell in Deutschland auf lange Sicht Zukunft hat, ist allerdings auf europäischer Ebene nicht unumstritten.

Dresdens Sportbürgermeister Winfried Lehmann (CDU) klammert sich indes an den rettenden Strohhalm Drewag. "Die Zustände in Dresdens Hallenbädern werden zusehends schlechter", klagte Lehmann unlängst gegenüber DNN. Er sehe keine andere Chance, den riesigen Investitionsstau bei der Sanierung der Hallenbäder aufholen zu können. Aus Mangel an Geld "fahren wir die Bäder auf Verschleiß", stöhnte der Sportbürgermeister.

Nur einen Hoffnungsschimmer gibt es am trüben Horizont - und auch nur für ein Bad: Der Bau der neuen Schwimmhalle auf dem Gelände des Straßenbahnhofs in Dresden-Bühlau ist gesichert. Dafür sei Geld vorhanden. Das bekomme die Stadt noch hin, so Lehmann, obwohl es auch dafür vom Freistaat keine Förderung mehr gebe.

Selbst wenn es mit den erhofften Steuervorteilen eines Verbundes nichts werden würde, hält Lehmann viel von einer Umstrukturierung. Ein städtisches Unternehmen wie die Drewag könne viel leichter als ein Sportstätten-Eigenbetrieb Kredite aufnehmen. Außerdem habe solch eine Firma Vorteile bei der Auftragsvergabe. Nicht zuletzt könne eine privatwirtschaftlich organisierte Stadttochter effizienter wirtschaften. Lehmann nennt das Beispiel Arnhold-Bad. Dort hätte eine Stadtfirma regelmäßig investiert, um den Bestand zu erhalten. Auch diese Überlegungen Lehmanns werden zurzeit geprüft.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.01.2012

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