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Über 30 000 Menschen besuchten Fischzug in Moritzburg

Über 30 000 Menschen besuchten Fischzug in Moritzburg

Das schöne Herbstwetter lockte gestern wieder zahlreiche Ausflügler nach Moritzburg. Allerdings war der Andrang nicht zu vergleichen mit dem Ansturm, den die Gemeinde am Sonnabend und Sonntag erlebte.

Von Hannelore Schuster

"Mehr als 30000 Menschen haben das Fisch- und Waldfest besucht", schätzt Gundula Bleul, Geschäftsführerin der Kulturlandschaft Moritzburg GmbH, ein. Das sind wesentlich mehr Besucher als in Vorjahren. Der Zuspruch brachte aber auch Probleme mit sich. So gab es am Sonntag am frühen Nachmittag aus Richtung Dresden einen Rückstau bis nach Boxdorf. Wer mit dem Lößnitzdackel oder mit dem Rad anreiste, war besser dran.

Zu sehen und erleben gab es zwischen dem Schlossparkplatz und dem Parkplatz an der Kalkreuther Straße jede Menge. Vier Mal täglich konnte man den Mitarbeitern der Teichwirtschaft Moritzburg beim Schaufischen am Schlossteich zusehen. Hauptsächlich Karpfen ging ihnen dabei ins Netz.

Was man aus diesen alles zubereiten kann, zeigten die beiden Köche Daniel Fischer und Philipp Plüschke im Festzelt. "Was, das ist auch Karpfen?" hörte man immer wieder erstaunte Stimmen. Die von den Köchen ausgelegten Rezeptblätter gingen weg wie warme Semmeln.

Für das leibliche Wohl war an beiden Tagen bestens gesorgt. Vom Wildschwein am Spieß auf dem Schlossparkplatz waren schon am frühen Nachmittag nur noch Knochen übrig. Regen Zuspruch fand auch das Stockbrot, das man am offenen Feuer im Rüdenhof selbst backen konnte. Glühwein und Punsch fanden allerdings nicht einen solch reißenden Absatz wie kühle Erfrischungsgetränke. An diversen Marktständen hatten die Festbesucher Gelegenheit, warme Kopfbedeckungen und diverse andere Mitbringsel zu erwerben.

Um Gesammeltes aus dem Wald ging es am Stand der Pilzexperten. Zu sehen war fast alles, was an Pilzen in unseren heimischen Wäldern zu finden ist. Schnell entspann sich ein reger Austausch zwischen Pilzexperten und Festbesuchern zu Speisepilzen und ihren gefährlichen Doppelgängern.

Wissenswertes zu einem landläufig als gefährlich eingeschätzten Tier gab es an dem Stand der Experten aus der Wolfsregion Lausitz. Die hatten einen Hauptakteur gleich mitgebracht - allerdings ausgestopft. Wer sich lieber etwas Lebendiges ansehen wollte, konnte am Stand des Jagdfalkenhofes Schaaf einen kleinen Waldkauz bestaunen, der den Andrang sehr gelassen hinnahm. Für viel Aufmerksamkeit auf dem Festgelände sorgten zwei Stelzenläufer, die in phantasievolle Kostüme geschlüpft waren und die Waldgötter Oberon und Titania darstellten.

Alles in allem war es ein sehr gelungenes Fisch- und Waldfest, das mit seiner neuen Mischung aus Kultur, Kommerz, Information und Aktion Maßstäbe gesetzt hat.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 01.11.2011

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