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USD-Projektleiter: "Hafencity Dresden ist hochwassersicher"

USD-Projektleiter: "Hafencity Dresden ist hochwassersicher"

Das Projekt "Hafencity" steht in den Startlöchern. Und der Bauherr, die USD Immobilien GmbH, hofft, dass alsbald der Startschuss fällt. Trotz des jüngsten Hochwassers.

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Blick von oben auf das USD-Areal der geplanten Hafencity zwischen Elbe und Leipziger Straße.

Quelle: USD

Trotz der Ankündigung der Stadt, alles noch einmal auf den Prüfstand zu stellen. Trotz der Aussage der Landestalsperrenverwaltung. Die hatte die geplante Bebauung zwischen Elbe und Leipziger Straße am 14. Juni "als sehr kritisch" eingeschätzt. "Wir hoffen, dass 2015 die ersten Häuser bezugsfertig sind. Unser Ziel ist, bis 2017 alles fertig zu haben", bringt es Jürgen Nufer, USD-Projektleiter für die Hafencity, auf den Punkt.

Insgesamt 45 Millionen Euro will USD in das 40 000 Quadratmeter große Areal um den Pieschener Hafen investieren, dort die alten Hallen und Baracken abzureißen, etwa 350 Wohnungen und eine kleine Hafenpromenade mit "sechs bis acht Geschäften und gastronomischen Einrichtungen" zu bauen. Jeder, der Anfang Juni gesehen hat, wie sich die Elbe wieder bis zur Leipziger Straße vorgearbeitet hatte, greift sich da zunächst an den Kopf. Wie kann man auf diesem Areal, das immer wieder überflutet wird, bauen?

"Dass das Areal Überschwemmungsgebiet ist, wissen wir natürlich", betont Diplomingenieur Gottfried Schaaf von der "B.I.S. GmbH". Diese koordiniert Planungen und Genehmigungsverfahren. "Wir haben von vornherein hochwassersicher geplant und zwar bis zu einem hundertjährigen Hochwasser mit einem Elbpegel von 9,24 Metern." Deswegen habe die Flut im Juni (8,76 Meter) USD keineswegs aus dem Konzept gebracht.

Doch wie will man so nah an der Elbe hochwassersicher bauen? "Es wird weder ein Deich errichtet, der das Gebiet abriegelt, noch ist ein mobiler Hochwasserschutz geplant", so Hendrik Gaitzsch, Diplom-Ingenieur für Geotechnik in der "G.U.B. Ingenieur AG", die das Hafencityprojekt begleitet. Die Wohnungen werden auf einem Plateau errichtet, das ein hundertjähriges Hochwasser nicht erreichen könne. "Wenn das Wasser kommt, strömt es über Düker in die als weiße Wanne gebaute Tiefgarage und kann von dort, wenn der Pegel gesunken ist, kontrolliert wieder abgelassen werden", erläutert Gottfried Schaaf. Natürlich müssten die Bewohner der Häuser im Hochwasserfall die Tiefgaragen räumen und ihre Autos in Sicherheit bringen. Doch sie könnten trockenen Fußes ihre Wohnungen erreichen, müssten nicht evakuiert werden. Denn Heizungsräume, Strom- und Wasseranschlüsse und Verteileranlagen liegen ebenfalls nicht im Überflutungsbereich. Auch die Befahrbarkeit des Rettungsweges sei gewährleistet.

Selbst im Obergeschoss der Gebäude an der Hafenpromenade ist es offensichtlich möglich, bei einer Jahrhundertflut im Trockenen zu sitzen, so die Planer. Denn diese Häuser werden so gebaut, dass das Untergeschoss schnell geräumt werden und dann voll Wasser laufen kann.

Nach Berechnungen eines Gutachters der TU gehen durch den Bau der Hafencity der Elbe keine Ausdehnungsflächen verloren. "Es wird weniger Wasser verdrängt als jetzt durch die Bauwerke, die sich gegenwärtig noch auf der Fläche befinden", argumentiert Gaitzsch, der sich seit über 20 Jahren mit Hochwasserschutz beschäftigt.

Wie geht es nun weiter mit dem Hafencityprojekt? "Wir stehen im Kontakt mit den Behörden", so Schaaf. Für den ersten Gebäudekomplex, den Elbbogen, hat USD einen Bauantrag eingereicht. Nächste Woche befasst sich der Bauausschuss mit dem Thema. Und in der 1. Etage des Rathauses am Dr. Külz-Ring kann jeder Einsicht in die Planungsunterlagen des Bebauungsplanes nehmen und Stellung beziehen.

@www.dresden.de/de/08/01/offenlagen/ B_357.php

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 27.06.2013

Catrin Steinbach

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