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Tuberkulose: Asylbewerber steckte Mitarbeiterinnen des Sozialamts an

Tuberkulose auf dem Vormarsch Tuberkulose: Asylbewerber steckte Mitarbeiterinnen des Sozialamts an

Zwei Mitarbeiterinnen des städtischen Sozialamtes haben sich im Dienst mit Tuberkulose infiziert. Das bestätigte am Montag Stadtsprecher Kai Schulz gegenüber den DNN. Bereits im Dezember 2013 hatte ein erkrankter Asylbewerber im Sozialamt vorgesprochen. Nun gab es einen neuen Fall.

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Quelle: cat.

Zwei Mitarbeiterinnen des städtischen Sozialamtes haben sich im Dienst mit Tuberkulose infiziert. Das bestätigte am Montag Stadtsprecher Kai Schulz gegenüber den DNN. Im Dezember 2013 habe ein vom Freistaat Sachsen zugewiesener Asylbewerber aus Georgien, der an offener Tuberkulose erkrankt war, im Sozialamt vorgesprochen. Die zwei Mitarbeiterinnen des Sachgebiets Ausländer/Aussiedler hätten auf den Erreger reagiert, so Schulz. Es handele sich um eine latente TBC, eine präventive medikamentöse Therapie sei nach dem Wissen der Stadt veranlasst worden.

Seit diesem Vorfall sichere der Freistaat der Stadt zu, keine infektiösen Personen zur Unterbringung zuzuweisen. Dennoch hat es laut Schulz zwei weitere Vorfälle mit TBC gegeben. Im September 2014 hätten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Jugendamt Kontakt zu einem erkrankten Jungen gehabt. Er sei sofort in einem Krankenhaus behandelt worden und befinde sich auch gegenwärtig noch in einer Klinik. Vor wenigen Wochen habe sich unter zugewiesenen Personen erneut ein Asylbewerber mit offener TBC befunden. Es werde gegenwärtig mit der Landesdirektion Sachsen (LDS) ausgewertet, wie das geschehen konnte, so Schulz. Die LDS ist für die medizinischen Erstuntersuchungen der Asylbewerber zuständig.

Tuberkulose ist eine hochinfektiöse Erkrankung, die über die Atemwege übertragen wird. Sie galt in Deutschland als weitgehend ausgerottet. Das Robert-Koch-Institut geht aber von einem Anstieg wegen der stark gestiegenen Migration aus. Das bestätigen die Dresdner Zahlen. Wurden 2010 noch 25 Fälle registriert, waren es in diesem Jahr bereits 32. 2013 gab es dagegen nur 19 Infektionen. Seit 1998 empfiehlt das Robert-Koch-Institut die Tuberkulose-Impfung nicht mehr. Die Wirkung des Impfstoffs ist umstritten. Im günstigsten Fall soll er dafür sorgen, dass die Krankheitsverläufe bei Kindern nicht schwer ausfallen, heißt es in Fachkreisen.

tbh

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