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Tschechische Studentin mit 1000-Euro-Preis geehrt

Tschechische Studentin mit 1000-Euro-Preis geehrt

Sie ist 21 Jahre jung, selbstbewusst, sehr zielstrebig und fällt auf mit ihren roten Haaren: Dominika Czastková. Die Tschechin studiert Gartenbau an der Fakultät Landbau/Landespflege der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Dresden-Pillnitz.

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Dominika Czastková bekam gestern den mit 1000 Euro dotierten DAAD-Preis. Das Geld will sie für ihr weiteres Studium erst mal sparen.

Quelle: Ralf U. Heinrich

Von Catrin Steinbach

Für ihre herausragenden Leistungen im Studium, ihr großes Engagement über den regulären Unterricht hinaus und ihre außergewöhnliche Teamfähigkeit ist sie gestern im Rahmen der Senatssitzung der HTW vom Hochschul-Rektor persönlich ausgezeichnet worden. Konkret handelt es sich um den mit 1000 Euro dotierten Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD).

Die Freude über den Preis war ihr ins Gesicht geschrieben. Trotzdem saß Dominika Czastková gestern bei der Preisverleihung wie auf Kohlen. "Mein Zug fährt bald. Ich muss heute noch nach Leipzig, denn ich arbeite dort zur Zeit bei einem Vermarktungsunternehmen für den Gartenbau, bin Mädel für alles und muss 18 Uhr an der Kasse sitzen", erklärt sie uns den Grund.

Nach ihrer praktischen Zeit bei Landgard Leipzig fliegt die gebürtige Decinerin ab August für ein halbes Jahr nach Neuseeland. "Das ist mein Traumziel, ich will schon immer da hin." Allerdings wird die fleißige Frau auch dort nicht den lieben Gott einen frommen Mann sein lassen, sondern auf einem Weinberg arbeiten. "Außerdem will ich mein Englisch verbessern", sagt die Tschechin in bestem Deutsch. Zum Sommersemester 2013 ist Dominika Czastková (für die es "schon immer klar" war, dass sie in Deutschland studieren will) dann wieder in Dresden-Pillnitz. Denn dann schreibt sie ihre Bachelor-Arbeit. "Danach will ich noch den Master machen", benennt sie das nächste Ziel. Wie es dann weiter geht, ist allerdings noch nicht so richtig klar. "Ich interessiere mich für vieles. Vielleicht kann ich ja mal einen Markt leiten", lächelt sie.

Wo es sie irgendwann einmal hinverschlägt, ist der Gartenbaustudentin grundsätzlich egal. Ja, manchmal fühle sie sich in Tschechien zu Hause. "Meine Eltern leben in Decin. Aber ich habe schon ab dem Alter von 12 Jahren in Deutschland im Internat gewohnt. Meine tschechischen Freunde haben alle mit mir in Pirna auf dem Gymnasium das Abi gemacht und sind jetzt im Ausland. Jetzt habe ich in Dresden neue Freunde gefunden. Mir gefällt die Stadt. In Deutschland ist es besser, die Leute hier sind netter. Aber Zuhause? Ja, auch manchmal. Das ist heute nicht mehr so", glaube ich. "Hauptsache man hat eine gute Arbeit, Freunde und fühlt sich wohl." Was mag Dominika an sich, was würde sie gern ändern? "Ich glaube, dass ich freundlich bin, Kompromisse machen und organisieren kann. Aber ich bin kein Perfektionist. Das ärgert mich."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.07.2012

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