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Tschechen nutzen Feiertag und kommen zum Einkaufen nach Dresden

Tschechen nutzen Feiertag und kommen zum Einkaufen nach Dresden

Zahlreiche Tschechen nutzten am Donnerstag den Feiertag in ihrer Heimat, um nach Dresden zum Einkaufen zu fahren. Besonders zufrieden zeigte sich Thorsten Kemp von der Altmarkt-Galerie: „Jeder zweite Kunde in unseren Geschäften war am Donnerstag ein Tscheche.

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Ingrid Kantorova kümmerte sich in der Altmarktgalerie um die Anliegen der tschechischen Besucher.

Quelle: Stephan Hönigschmid

Sie haben vor allem hochwertige Kleidung sowie Schmuckwaren und Produkte aus unserem Apple-Store gekauft, die in Tschechien in der Regel teurer sind“, so Kemp.

Über eine positive Resonanz freute sich auch der Manager der Centrum-Galerie, Jan Harm: „Ich kenne zwar noch keine genauen Zahlen, aber ein Blick auf den Parkplatz verrät, dass jede Menge tschechische Besucher in unserem Haus waren.“ Auch sie kauften bevorzugt Textilien im hochpreisigen Segment sowie Schuhe. Im Elbepark war hingegen Unterhaltungselektronik sehr beliebt: „Unsere Kunden aus Tschechien besuchen sehr gern den Mediamarkt. Eine Rolle könnte dabei auch spielen, dass die Umsatzsteuer in Tschechien vor kurzem erhöht wurde“, sagte Centermanager Christian Danne.

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Für Klara Vitkovska war der Dresden-Besuch eine Reise in die Vergangenheit. Vor zehn Jahren war sie zuletzt in Elflorenz. Diesmal wollte sie die Stadt ihrem 9-jährigen Sohn Martin zeigen.

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Keinen positiven Effekt hatte der Zustrom an Besuchern hingegen auf die Zahl der Übernachtungen, so konnte Thorsten Kemp für das hauseigene ibis-Hotel der Altmarktgalerie resümieren: „Unsere tschechischen Gäste kaufen lieber ein T-Shirt mehr und fahren am gleichen Tag wieder nach Hause, als dass sie in Dresden übernachten“, erklärte der Centermanager. Zufrieden mit dem Ansturm aus dem Nachbarland war auch Jürgen Wolf, Geschäftsführer des Dresdner City-Managements: „Dresden ist bei den tschechischen Einkaufstouristen sehr beliebt. Aus der Altmark-Galerie habe ich gehört, dass dadurch etwa 5000 zusätzliche Kunden vorbeigekommen sind.

Obwohl es auch in Tschechien gute Kaufhäuser gibt, gehe ich davon aus, dass der Trend auch in Zukunft anhalten wird, weil Dresden ja neben dem Einkaufserlebnis noch vieles mehr zu bieten hat.“ Allerdings wünscht sich Wolf, dass die Dresdner Einzelhändler ihre Marketingaktivitäten in Tschechien noch weiter bündeln und nicht jeder sein eigenes Süppchen kocht.

Zu denjenigen Touristen, die es am Donnerstag nach Dresden lockte, zählten auch Klara Vitkovska und ihr 9-jähriger Sohn Martin aus Prag: Wir machen bereits seit vier Tagen Urlaub in der böhmischen Schweiz, da wollten wir den kurzen Weg einmal nutzen, um nach Dresden zu reisen“, erzählt die Mutter. Außerdem sei sie das letzte Mal vor zehn Jahren kurz vor der Flut in Dresden gewesen, als sie gerade schwanger war. Jetzt wolle sie die Stadt unbedingt ihrem Sohn zeigen und bei dieser Gelegenheit natürlich auch ein wenig durch die Kaufhäuser schlendern.

Johny Kubacek aus Jablonec nad Nisou kam ebenfalls wegen der guten Einkaufsmöglichkeiten in die sächsische Landeshauptstadt: „Viele Produkte sind in Deutschland 25 Prozent billiger als in Tschechien. Ich habe mich deshalb reichlich mit T-Shirts, Hosen und Schuhen eingedeckt. Außerdem habe ich deutsches Bier probiert, aber es ist schlechter als bei mir zu Hause“, stellte der 23-Jährige fest.

Angetan von Elbflorenz war auch sein Freund Juri Orlov aus Odessa in der Ukraine: „Heute Morgen habe ich mir den Zwinger und die Semperoper angesehen und war begeistert. Außerdem war ich natürlich einkaufen. Auf meinem Einkaufszettel standen T-Shirts, Hemden und Bier. Am Abend möchte ich noch ein wenig das Nachtleben erkunden.“

Stephan Hönigschmid

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