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Tschechen machen Elbe vom Rinnsal wieder zum Fluss - Wasserstand kletterte um fast 50 Zentimeter

Tschechen machen Elbe vom Rinnsal wieder zum Fluss - Wasserstand kletterte um fast 50 Zentimeter

"Wenn du mich siehst, dann weine.", steht auf einem etwa sechs Quadratmeter großen und fast mannshohe Stein in der Elbe nahe der Stadtbrücke im tschechischen Decin.

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Für Abkühlung gut genug, nicht aber für die Binnenschifffahrt. Der Wasserstand der Elbe machte den Kapitänen zuletzt zu schaffen.

Quelle: Matthias Hiekel

Es handelt sich um einen so genannten Hungerstein. Solche Steine sind bei Niedrigwasser zu sehen. Sie haben ihren Namen von der Sorge vor einer Hungersnot angesichts der Dürre, die den Stein zutage treten ließ. Dresden hat keinen solchen Stein, aber so etwas wie einen Hungerhaken. An der Albertbrücke erstreckt er sich mehrere Meter nahe dem Flussufer auf Neustädter Seite. Immer, wenn er zu sehen ist, führt die Elbe Niedrigwasser.

So, wie bis zum Dienstagabend. Bei 80 Zentimetern stand da der Pegel an der Augustusbrücke. Der niedrige Wasserstand hatte da schon lange Folgen für die Schifffahrt. "Wir transportieren seit zwei, drei Wochen weniger Tonnage", sagte eine Sprecherin der Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe. Ein Schiff fahre derzeit beispielsweise mit nur 200 Tonnen Flussspat, etwa einem Fünftel der Normalladung - schlecht für die Bilanz. Im ersten Halbjahr lag der Umschlag bei nur 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. "Der Winter fiel aus und es herrscht meist Trockenheit."

Auch für die Sächsische Dampfschiffahrt hatte der niedrige Wasserpegel bereits Folgen. Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen mussten auf einigen Schiffen die Fahrgastzahlen eingeschränkt werden. Laut Dampferchefin Karin Hildebrand gilt das ab einem Pegelstand von 85 Zentimetern.

Allerdings glätteten sich die Sorgenfalten bei den Verantwortlichen gestern vorerst. Binnen eines halben Tages war der Wasserstand um fast 50 Zentimeter gestiegen. "Das liegt an der Steuerung der Moldaukaskaden", erklärte Karin Bernhardt, Sprecherin des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und Geologie. Dazu seien Regenfälle im Einzugsgebiet der Moldau gekommen. "Von Montag zu Dienstag gab es da Starkregen mit zum Teil mehr als 50 Litern Niederschlag pro Quadratmeter", erfuhr sie von den Fachleuten im Landeshochwasserzentrum. Dieser Regen und die Tatsache, dass die Moldau-Kaskaden inklusive der größten tschechischen Talsperre Orlik entlastet wurden, habe zu dem kräftigen, aber für Dresden absolut unkritischen Pegelanstieg geführt. Die Elbekapitäne wird das freuen. Sie haben nun wieder deutlich mehr als nur eine Hand breit Wasser unterm Kiel.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24.07.2014

Christoph Springer

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