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Trotz Engpässen: Kita in Dresden-Gittersee soll schließen

Trotz Engpässen: Kita in Dresden-Gittersee soll schließen

Rein rechnerisch erfüllt Dresden seit August 2013 den Rechtsanspruch auf Krippen- und Kinderplätze. Laut Einschätzung des Kita-Eigenbetriebes gab es zum Schuljahresbeginn 2013/14 stadtweit sogar einen Überschuss von 150 Plätzen.

Tatsächlich jedoch sind einige Viertel wie Pieschen weiter unterversorgt. Und um angesichts steigender Kinderzahlen den Rechtsanspruch auch in den nächsten Jahren weiter erfüllen zu können, muss die Stadt neue Kitas bauen.

Da verblüfft es umso mehr, dass der Kita-Eigenbetrieb im Herbst einen ganzen Kindergarten schließen will: das Haus der 41 kleinen "Stadtrandentdecker" an der Oskar-Seyffert-Straße in Gittersee. Begründung: Der Brandschutz in der 100 Jahre alten Villa ist ungenügend, eine Sanierung wäre nur mit unverhältnismäßigem Aufwand von über 600 000 Euro machbar.

Der Eigenbetrieb will den Eltern anbieten, dass die Kinder "im Gruppenverband gemeinsam mit ihren Bezugserziehern" in die zweieinhalb Kilometer entfernte Kita am Hennersdorfer Weg 1 umsiedeln können. Zudem seien "drei Kitas in fußläufiger Entfernung von nicht mehr als 15 Gehminuten zur Oskar-Seyffert-Straße zu finden", ergänzte Referent Marco Fiedler von Sozialbürgermeister Martin Seidel (parteilos).

Die FDP-Fraktion hat sich bereits gegen die Schließungspläne gestellt: "Auch wenn es nur um eine kleine Kita mit 41 Plätzen geht, ist es trotzdem die letzte Kita im Stadtteil Gittersee", erklärte FDP-Stadtrat André Schindler. Hinzu komme, dass jeder neu gebaute Kitaplatz bis zu 20 000 Euro koste "und damit mehr als bei der Sanierung der Einrichtung in Gittersee, wo mit Kosten von 15 000 Euro pro Platz gerechnet werden muss". Das letzte Wort über die Schließung hat der Stadtrat.

Probleme räumt der neue Kita-Fachplan auch für die Horte ein. Die fallen nicht unter den Kita-Rechtsanspruch. Daher hatte die Stadt zuletzt so gut wie keine speziellen Horthäuser mehr gebaut. Stattdessen werden 90 Prozent der Hortkinder inzwischen in Grundschulen betreut - und die wiederum brauchen wegen steigender Schülerzahlen ihre Räume immer öfter selbst. Der Eigenbetrieb muss angesichts der Enge in den Räumen nun zunehmend darum kämpfen, dass das Landesjugendamt nicht die Betriebserlaubnisse für die Horte entzieht. Besonders prekär ist laut Fachplan die Lage für den Hort an der 68. Grundschule, wo die Mindestflächen pro Kind viel zu klein sind.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.03.2014

Heiko Weckbrodt

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